Im Februar 2026 stieg der Wert der Warenexporte laut Statistik Austria im Vergleich zum Februar des Vorjahres um 2,0 % auf 16,16 Mrd. Euro. Der Wert der Importe verringerte sich um 1,9 % auf 15,82 Mrd. Euro. Daraus resultiert eine positive Handelsbilanz von 0,34 Mrd. Euro. Dass die Exporte die Importe übertreffen, war davor zuletzt im Oktober 2024 der Fall.
„Im Februar 2026 erwirtschaftete die österreichische Exportwirtschaft einen Zuwachs von 2,0 % auf 16,16 Mrd. Euro, gleichzeitig verringerten sich die Importe im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 % auf 15,82 Mrd. Euro. Diese Entwicklung ist insbesondere auf Österreichs wichtigsten Handelspartner Deutschland zurückzuführen. In absoluten Zahlen gab es hier die stärksten Exportzunahmen von allen Handelspartnern und die deutlichsten Rückgänge bei den Importen“, so Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria.
Aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union importierte Österreich im Februar 2026 Waren im Wert von 10,31 Mrd. Euro, während Waren im Wert von 10,98 Mrd. Euro in diese Länder exportiert wurden. Im Vergleich zum Februar 2025 sanken die Intra-EU-Importe (−3,4 %), während die Intra-EU-Exporte (+4,3 %) zunahmen. Daraus ergab sich eine positive Handelsbilanz mit den Mitgliedstaaten der Europäischen Union in Höhe von 0,67 Mrd. Euro.
Die Importe aus Drittstaaten stiegen im Februar 2026 im Vergleich zum Februar 2025 um 1,1 % auf 5,51 Mrd. Euro; die Extra-EU-Exporte gingen um 2,5 % auf 5,19 Mrd. Euro zurück. Das daraus entstandene Defizit der Handelsbilanz mit Drittstaaten lag bei 0,33 Mrd. Euro (siehe Tabelle 1).
Hauptverantwortlich für die negative Handelsbilanz mit Drittstaaten war der Handel mit China (Handelsbilanz: −1,14 Mrd. Euro). Vor allem bei Maschinen und Fahrzeugen waren die Importe aus China (+20,7 % auf 0,84 Mrd. Euro) beinahe viermal so hoch wie die Exporte (−31,0 % auf 0,21 Mrd. Euro). Den größten Handelsbilanzüberschuss mit einem Partnerland gab es in diesem Monat mit den Vereinigten Staaten (Handelsbilanz: +0,40 Mrd. Euro). Vor allem der Handel mit der Produktgruppe Maschinen und Fahrzeuge war hier dominant. Hier stiegen die Importe um 43,7 % auf 0,17 Mrd. Euro, während die Exporte um 2,8 % auf 0,55 Mrd. Euro abnahmen.
Zunahmen bei Import und Export von Maschinen und Fahrzeugen
Insgesamt gingen die Exporte bei der Hälfte der 10 Produktgruppen im Februar 2026 zurück. Die 4 bedeutendsten Produktgruppen im österreichischen Außenhandel – Maschinen und Fahrzeuge, bearbeitete Waren, chemische Erzeugnisse und sonstige Fertigwaren – verzeichneten zusammen ein Exportplus von 1,0 % auf 13,23 Mrd. Euro. Die höchsten und einzigen absoluten Rückgänge im Export innerhalb dieser 4 Gruppen wurden bei sonstigen Fertigwaren (−2,1 %; −0,03 Mrd. Euro) beobachtet. Die höchsten absoluten Exportzunahmen über alle Gruppen wiesen andere Waren mit einer Steigerung um mehr als die Hälfte (+55,3 %; +0,23 Mrd. Euro) und Maschinen und Fahrzeuge (+2,5 %; +0,15 Mrd. Euro) auf.
Bei den Importen gab es bei 2 der 4 bedeutendsten Produktgruppen eine Abnahme, und zwar bei chemischen Erzeugnissen (−9,8 %; −0,25 Mrd. Euro) und bearbeiteten Waren (−1,3 %; −0,03 Mrd. Euro).
Zunahmen verzeichneten hingegen Maschinen und Fahrzeuge (+5,9 %; +0,31 Mrd. Euro) und sonstige Fertigwaren (+2,6 %; +0,06 Mrd. Euro). Die 4 bedeutendsten Produktgruppen im Import zusammengenommen zeigten eine Zunahme von 0,7 % auf 12,55 Mrd. Euro. Außerhalb dieser 4 wichtigsten Gruppen gab es je doch bei den Importen von Brennstoffen und Energie im Februar 2026 die höchsten absoluten Abnahmen (−21,5 %; −0,26 Mrd. Euro). Verantwortlich waren hierfür hauptsächlich Erdöl und Erdölerzeugnisse, bei denen der Einfuhrwert um 19,5 % sank, während die importierte Menge um 3,0 % zurückging. Bei Gas sank der Einfuhrwert um 43,4 %, wobei die importierte Menge um 22,5 % abnahm.
Österreichs Handel mit Russland: Importe im Vergleich zu Februar 2022 nahezu vollständig ein gebrochen
Mit Beginn des Angriffskriegs der Russischen Föderation auf die Ukraine im Februar vor 4 Jahren brach der Handel mit der Russischen Föderation deutlich ein (Februar 2026: Import: −99,2 %; Export: −57,7 % im Ver gleich zu Februar 2022). Diese Entwicklung lässt sich vor allem auf den starken Importrückgang von Brennstoffen und Energien (−100,0 %) zurückführen. Während Russland vor 4 Jahren bei den Importen auf Rang 6 der wichtigsten Handelspartner Österreichs lag und bei den Exporten auf Rang 17, war die Russische Föderation im Februar 2026 auf dem 74. (Import) bzw. 29. (Export) Rang.
Österreichs Handel mit der Ukraine seit 2022: Importe rückläufig, Exporte gestiegen
Beim Handel mit der Ukraine entwickelten sich im Vergleich zu Februar 2022 nur die Importe negativ (Februar 2026: Import: −32,2 %, Export: +38,4 %). Zu den wichtigsten Produkten, die Österreich aus der Ukraine importiert, gehören Rohstoffe, vor allem Erze und Metallabfall, bei den Exporten dominierten Maschinen und Fahrzeuge.
Jänner und Februar 2026: Einfuhren um 1,2 % und Ausfuhren um 0,2 % zurückgegangen
Im Jänner und Februar 2026 lag der Gesamtwert der Einfuhren von Waren laut vorläufiger Ergebnisse bei 31,32 Mrd. Euro, der Wert der ausgeführten Waren belief sich auf 31,19 Mrd. Euro. Entsprechend sanken die Einfuhren im Vergleich zu den ersten 2 Monaten des Vorjahres um 1,2 %, während die Ausfuhren um 0,2 % zurückgingen. Unterm Strich erzielte Österreich dadurch ein Handelsbilanzdefizit von 0,14 Mrd. Euro, nach einem Defizit von 0,48 Mrd. Euro im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Im Handel mit den 10 wichtigsten Importpartnern gab es heuer – mit Ausnahme von Deutschland (−3,3 %), den Vereinigten Staaten (−20,7 %), Niederlande (−6,4 %) und Ungarn (−0,9 %) – bis Februar Zunahmen bei den Importen. Neben der Zunahme bei China (+11,1 %) gab es die größten absoluten Zunahmen bei Importen aus der Schweiz (+14,3 %), Polen (+7,5 %) und Italien (+3,5 %). Im Handel mit den 10 bedeutendsten Exportpartnern zeigten 3 Länder Abnahmen und 7 Länder Zunahmen. Die Exporte in die Vereinigten Staaten (−27,8 %), China (−8,9 %) und Polen (−0,1 %) nahmen ab, die stärksten Zuwächse gab es bei den Exporten mit dem Vereinigten Königreich (+13,7 %), Frankreich (+9,1 %) und Deutschland (+0,3 %).
Aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union importierte Österreich in den ersten 2 Monaten 2026 Waren im Wert von 20,35 Mrd. Euro (−2,0 %). Der Wert der in die EU-Länder exportierten Waren verzeichnete mit +1,4 % eine Zunahme im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und betrug 21,25 Mrd. Euro. Das Handelsbilanzaktivum mit der Europäischen Union belief sich auf 0,90 Mrd. Euro, nach einem Überschuss von 0,20 Mrd. Euro in den ersten 2 Monaten 2025.
Der Außenhandel mit Drittstaaten zeigte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eine Zunahme bei den Importen (+0,2 % auf 10,97 Mrd. Euro) und eine Abnahme bei den Exporten (−3,4 % auf 9,93 Mrd. Euro). Daraus ergab sich ein Handelsbilanzdefizit mit Drittstaaten von 1,04 Mrd. Euro (siehe Tabelle 2).