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Außenhandel der Bundesländer im 1. Halbjahr 2025: Exporte rückläufig, Importe teils gestiegen

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Exporte nur in Kärnten gestiegen, stärkste Importzuwächse in Tirol und Wien

Landeskarte von Österreich mit den einzelnen farbigen Wappen der Bundesländer
(c) AdobeStock

Im 1. Halbjahr 2025 verzeichneten laut vorläufigen Daten von Statistik Austria mehrere österreichische Bundesländer Rückgänge im Export, während die Importe zum Teil zunahmen. Die stärksten Importanstiege im Vergleich zur ersten Hälfte des Vorjahres zeigten Tirol (+15,8 %) und Wien (+12,5 %). Bei den Exporten konnte lediglich Kärnten (+2,1 %) einen Zuwachs erzielen.

 

Im 1. Halbjahr 2025 stiegen die österreichischen Importe gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,6 %, während die Exporte um 2,8 % zurückgingen. Auf Bundesländerebene erzielte lediglich Kärnten einen Exportanstieg (+2,1 % bzw. +0,10 Mrd. Euro). Die deutlichsten relativen Exportrückgänge verzeichneten das Burgenland (−4,4 % bzw. −0,06 Mrd. Euro), Oberösterreich (−3,8 % bzw. −0,95 Mrd. Euro) sowie Tirol (−3,5 % bzw. −0,3 Mrd. Euro). Bei den Importen hingegen kam es zu teils kräftigen Zuwächsen, insbesondere in Tirol (+15,8 % bzw. +1,11 Mrd. Euro) und Wien (+12,5 % bzw. +2,83 Mrd. Euro). Rückgänge traten vor allem im Burgenland (−3,8 % bzw. −0,06 Mrd. Euro) und in Oberösterreich (−3,5 % bzw. −0,66 Mrd. Euro) auf (siehe Tabelle 1).

 

Große Spannbreiten bei den Handelsbilanzen; mehr als ein Viertel der Exporte Österreichs gehen auf OÖ zurück

 

Im 1. Halbjahr 2025 wiesen wie im Vorjahr 5 Bundesländer einen Überschuss in der Handelsbilanz auf, das heißt, die Exporte von Waren überstiegen die Importe. Das größte Aktivum entfiel dabei auf Oberösterreich mit 5,87 Mrd. Euro, gefolgt von der Steiermark mit 3,72 Mrd. Euro und Vorarlberg mit 2,00 Mrd. Euro. Das markanteste Passivum zeigte erneut Wien mit −10,98 Mrd. Euro; der Importüberhang lag damit deutlich über dem Niveau des 1. Halbjahres 2024 (−7,63 Mrd. Euro).

 

Die Warenexporte Österreichs erreichten im 1. Halbjahr 2025 insgesamt 94,17 Mrd. Euro. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistete Oberösterreich mit 23,91 Mrd. Euro bzw. 25,4 % der österreichischen Ausfuhren. Wien war mit 14,51 Mrd. Euro und einem Anteil von 15,4 % erneut das Bundesland mit den zweithöchsten Exportwerten, knapp vor Niederösterreich (14,18 Mrd. Euro bzw. 15,1 %) und der Steiermark (14,10 Mrd. Euro bzw. 15,0 %). Die gesamten Warenimporte beliefen sich im selben Zeitraum auf 97,46 Mrd. Euro. Wien nahm mit Importen in Höhe von 25,49 Mrd. Euro und einem Anteil von 26,2 % die führende Position ein, gefolgt von Oberösterreich (18,04 Mrd. Euro bzw. 18,5 %) und Niederösterreich (16,48 Mrd. Euro bzw. 16,9 %).

 

Maschinen, Fahrzeuge und Erzeugnisse der chemischen Industrie dominieren Außenhandel

 

Im 1. Halbjahr 2025 blieben Maschinen und mechanische Geräte in vielen Bundesländern die wichtigste Warengruppe im Außenhandel. Gleichzeitig wies Tirol erneut eine starke Ausrichtung auf pharmazeutische Erzeugnisse im Export auf, während auf der Importseite organisch-chemische Erzeugnisse überwogen. In Niederösterreich blieben mineralische Brennstoffe die wichtigste Produktgruppe. Wien zeigte weiterhin deutliche Schwerpunkte im Pharmabereich, der sowohl bei den Importen (16,9 %) als auch bei den Exporten (32,5%) dominierte (siehe Tabelle 2).

 

Deutschland bleibt wichtigster Handelspartner, USA verlieren an Bedeutung

 

Deutschland war auch im 1. Halbjahr 2025 mit Abstand der wichtigste Handelspartner aller österreichischen Bundesländer und das sowohl im Import als auch im Export. Trotz einzelner Zuwächse verzeichneten mehrere Bundesländer rückläufige Werte im Handel mit Deutschland. Die stärksten relativen Rückgänge zeigten sich importseitig in der Steiermark (−7,3 %) und im Burgenland (−6,8 %), während exportseitig vor allem Niederösterreich (−6,3 %) und das Burgenland (−6,1 %) deutliche Abnahmen aufwiesen. Besonders hoch blieb die Bedeutung Deutschlands in Salzburg, wo rund 40 % aller Importe aus dem Nachbarland stammten. Auch Oberösterreich wies mit einem Exportanteil von 37,1 % eine starke Orientierung in Richtung Deutschland auf.

 

Auffällig ist zudem, dass die Vereinigten Staaten im 1. Halbjahr 2025 in keinem Bundesland mehr zu den 3 wichtigsten Importpartnern zählten.

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