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Erzeugerpreise im produzierenden Bereich 2025 um 0,8 % unter Vorjahr

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Stärkster Preisrückgang bei Energie

Fabrikbau, Industrietechnik, Fertigungseinrichtung, Produktionslinie
(c) AdobeStock

Im Jahresdurchschnitt 2025 lag der Erzeugerpreisindex für den produzierenden Bereich laut Statistik Austria um 0,8 % unter dem Stand des Vorjahres. Im Jahr 2024 waren die Erzeugerpreise im Schnitt um 3,5 % gefallen.

 

„2025 sind die Erzeugerpreise das zweite Jahr in Folge zurückgegangen, allerdings nicht mehr so stark wie im Jahr davor. Im Schnitt waren Industrieerzeugnisse 2025 um 0,8 % günstiger als im Vorjahr, nachdem sie sich 2024 im Jahresvergleich um 3,5 % verbilligt hatten. Hauptverantwortlich für die sinkenden Erzeuger[1]preise waren auch 2025 die anhaltenden Preisrückgänge im Energiebereich, die aber nicht mehr so hoch ausfielen wie im Vorjahr“, so Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria.

 

Energie im Jahr 2025 um 3,7 % billiger

 

Ausschlaggebend für das insgesamt sinkende Niveau der Erzeugerpreise im Jahr 2025 waren die um 3,7 % niedrigeren Preise im Bereich Energie. 2024 wurde für Energie noch ein durchschnittlicher Preisrückgang von 15,5 % beobachtet. Speziell die Verbilligungen bei elektrischem Strom und Dienstleistungen der Elektrizitätsversorgung (−8,5 %) wirkten sich dämpfend auf den Index für Energie im Jahr 2025 aus, wenngleich die Preissenkung nicht mehr so hoch ausfiel wie im Jahr 2024 (−20,2 %). Industriell erzeugte Gase und Dienstleistungen der Gasversorgung verteuerten sich hingegen 2025 im Schnitt leicht um 0,5 %.

 

Die Preise für Vorleistungsgüter lagen 2025 durchschnittlich um 0,5 % unter dem Niveau des Vorjahres. Auch 2024 waren diese etwa im gleichen Ausmaß zurückgegangen (−0,3 %). Ein deutliches Minus gegenüber 2024 verzeichneten bei den Vorleistungsgütern die Preise für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (−7,2 %) sowie für chemische Grundstoffe, Düngemittel und Stickstoffverbindungen, Kunststoffe in Primärform und synthetischem Kautschuk in Primärform (−4,5 %). Bei Holz- und Zellstoff, Papier, Karton und Pappe ließen die Preise verglichen mit 2024 um 2,4 % nach. Der Preisdruck bei Nichteisen-Metallen und Halbzeug (+7,0 %) nahm hingegen 2025 spürbar zu.

 

Der Preisanstieg für Investitionsgüter (+1,1 %) flachte sich 2025 merklich ab, 2024 fiel die Preissteigerung hier noch mehr als doppelt so hoch aus (+2,8 %). Die Preise für nicht wirtschaftszweigspezifische Maschinen zogen im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 % an, jene für Kraftwagen und Kraftwagenmotoren um 1,4 %. Stahl und Leichtmetallbauerzeugnisse verteuerten sich gegenüber 2024 im Schnitt um 1,1%.

 

Konsumgüter hatten 2025 eine durchschnittliche Zuwachsrate von 2,1 % (2024: +1,9 %). Verantwortlich dafür waren in erster Linie Teuerungen bei Münzen, Schmuck und ähnlichen Erzeugnissen (+10,4 %), bei Obst- und Gemüseerzeugnissen (+9,3 %) sowie bei Milch und Milcherzeugnissen (+3,2 %). Die Preise bei haltbar gemachtem Fleisch und Fleischerzeugnissen legten gegenüber 2024 im Schnitt um 2,2 % zu.

 

Im Dezember 2025 fielen die Erzeugerpreise um 1,9 % gegenüber Vorjahresmonat

 

Im Dezember 2025 lag der Erzeugerpreisindex für den produzierenden Bereich bei 115,7 Punkten und war damit 1,9 % niedriger als im Dezember des Vorjahres. Im November und Oktober 2025 hatten die Jahresveränderungsraten −1,3 % bzw. −1,2 % betragen. Damit verstärkte sich der Preisrückgang gegen Ende des Jahres.

 

Maßgeblich verantwortlich für den Indexrückgang im Dezember 2025 (−1,9 %) waren die Preisrückgänge im Bereich Energie (−6,9 %). Nachdem die Preise bei Energie im Vormonat um 5,2 % zurückgegangen waren, fiel der Rückgang im Dezember 2025 wieder höher aus. Starke Preisnachlässe verzeichneten im Dezember 2025 die Preise für elektrischen Strom und Dienstleistungen der Elektrizitätsversorgung (−9,8 %). Vorleistungsgüter waren im Dezember 2025 im Schnitt um 0,4 % billiger als im Vorjahresmonat (November 2025: −0,3 %). Nennenswerte Preisrückgänge gegenüber Dezember 2024 gab es bei den Vorleistungsgütern für chemische Grundstoffe, Düngemitteln und Stickstoffverbindungen, Kunststoffen in Primärform und synthetischem Kautschuk in Primärform (−8,2 %), für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (−5,6 %) sowie für Holz- und Zellstoff, Papier, Karton und Pappe (−7,8 %). Einen leichten Anstieg um 0,3 % gegenüber Dezember 2024 verzeichneten hingegen die Preise für Investitionsgüter. Konsumgüter verteuerten sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,3 %.

 

Erzeugerpreise im Dezember im Vormonatsvergleich um 0,3 % gesunken

Der Indexrückgang um 0,3 % gegenüber dem Vormonat November 2025 ergab sich vorwiegend aus den Preisrückgängen in den Bereichen Energieversorgung (−0,9 %) sowie in der Herstellung von chemischen Erzeugnissen (−1,5 %). Die Preise in der Metallerzeugung und -bearbeitung (+1,0 %) sowie in der Herstellung von Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren (ohne Möbel; +0,2 %) stiegen hingegen im Monatsabstand.

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