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Wenn Gebäude Teil der Energiewende werden

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Gastbeitrag - Martin Höbarth, Head of Core Business Center | PHOENIX CONTACT

Collage mit einem Porträt eines Mannes im Kreis, im Hintergrund eine moderne Büro-/Industrieumgebung mit Treppe und einem Bildschirm mit 3D-Gebäudemodell sowie dem Logo „PHOENIX CONTACT“.
(c) Phoenix Contact

Steigende Energiekosten, Dekarbonisierungsziele und neue regulatorische Anforderungen verändern die Rolle von Gebäuden grundlegend. Sie sollen heute nicht nur komfortabel und effizient betrieben werden, sondern zunehmend auch aktiv zur Energiewende beitragen.

 

Während Gebäude früher vor allem Energie verbrauchten, erzeugen sie heute häufig selbst Strom über Photovoltaikanlagen, speichern Energie in Batteriesystemen oder versorgen Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Damit werden sie zu einem aktiven Bestandteil des Energiesystems. Die Herausforderung besteht darin, diese unterschiedlichen Energieflüsse intelligent zu koordinieren. Dabei zeigt sich: Daten allein schaffen noch keine Effizienz. Viele Unternehmen erfassen heute bereits umfangreiche Verbrauchs- und Betriebsdaten. Der eigentliche Mehrwert entsteht jedoch erst, wenn diese Informationen genutzt werden, um Energieflüsse aktiv zu steuern, Lastspitzen zu reduzieren und Eigenverbrauch zu optimieren.

 

Die zentrale Frage lautet daher nicht mehr: „Wie viel Energie verbrauchen wir?“, sondern: „Wie können wir Energie intelligent einsetzen?“

 

Die Bedeutung offener Architekturen

 

Voraussetzung dafür sind offene Systemarchitekturen. In der Praxis treffen unterschiedliche Hersteller, Kommunikationsstandards und Technologien aufeinander. Gebäudeautomation muss deshalb in der Lage sein, verschiedene Systeme zu verbinden und Daten nutzbar zu machen. Offene Plattformen und standardisierte Schnittstellen schaffen die Grundlage für einen herstellerunabhängigen Datenaustausch und ermöglichen die Integration bestehender Infrastrukturen. Gleichzeitig wachsen Gebäudeautomation und Energiemanagement zunehmend zusammen. Während die Gebäudeautomation technische Prozesse wie Beleuchtung, Heizung, Lüftung oder Beschattung steuert, analysiert das Energiemanagement Energieflüsse und identifiziert Optimierungspotenziale. Erst durch das Zusammenspiel beider Bereiche lassen sich Photovoltaikanlagen, Speicher, Wärmepumpen oder Ladeinfrastruktur effizient koordinieren.

 

Ein Blick in die Zukunft

 

Moderne Automatisierungsplattformen ermöglichen dabei die Einbindung etablierter Standards wie KNX sowie weiterer Protokolle und schaffen die technische Grundlage für zukünftige Anwendungen. Ergänzt um intelligente Energiemanagementlösungen können Energieverbräuche transparent dargestellt, Lastgänge analysiert und Energieflüsse gezielt gesteuert werden. Unternehmen gewinnen dadurch nicht nur mehr Kontrolle über ihre Energiekosten, sondern auch die notwendige Flexibilität für zukünftige Anforderungen.

Die Entwicklung zeigt: Die Digitalisierung von Gebäuden ist längst mehr als ein Komfortthema. Gebäude werden zu vernetzten Energieknotenpunkten, die Erzeugung, Speicherung, Verbrauch und Mobilität miteinander verbinden. Offene Gebäudeautomation und intelligentes Energiemanagement bilden dafür die entscheidende Grundlage und schaffen die Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen, nachhaltigen und zukunftsfähigen Gebäudebetrieb.

 

Autor:  Martin Höbarth, Head of Core Business Center | Phoenix Contact

Weitere Informationen erhalten Sie bei Phoenix Contact.

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