Häuser und Wohnungen waren im 1. Halbjahr 2026 laut Statistik Austria durchschnittlich um 3,9 % teurer als im gleichen Zeitraum des Jahres 2025. Damit er reichte der Häuserpreisindex den höchsten Stand seit 2010. Neue Wohnungen und Häuser waren um 3,8 % teurer, die Preise für bestehende Häuser und Wohnungen stiegen mit einem Plus von 4,0 % etwas stärker.
„In der ersten Jahreshälfte 2026 sind die Preise für Wohneigentum in Österreich auf ein Allzeithoch gestiegen. Mit dem Anstieg der Kaufpreise für Häuser und Wohnungen um durchschnittlich 3,9 % ist eine längere Phase moderater Preisentwicklung am Wohnimmobilienmarkt zu Ende gegangen. Anders als in den Vorjahren sind dabei die Preise für bestehende Immobilien mit 4,0 % stärker gestiegen als die neuer Häuser und Wohnungen mit einem Preisplus von 3,8 %“, so Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria.
Preisanstiege bei bestehendem und neuem Wohnraum
Im 2. Quartal 2026 verzeichnete der Häuserpreisindex ein neues Allzeithoch und überstieg damit erstmals den bisherigen Höchstwert vom 3. Quartal 2022. Der Index für bestehenden Wohnraum, der die Preisentwicklung von bestehenden Wohnungen und Häusern abbildet, stieg im Vergleich zum 1. Halbjahr 2025 in der ersten Hälfte 2026 um 4,0 % an (Q1: +2,9 %, Q2: +5,1 %). Der Teilindex Kauf von neuem Wohnraum, der die Preisentwicklung von neuen Häusern und Wohnungen abbildet, stieg im 1. Halbjahr 2026 im Ver gleich zum Vorjahreszeitraum um 3,8 % (Q1: +2,6 %, Q2: +4,9 %).
Preise für selbstgenutzten Wohnraum um 2,9 % gestiegen
Der Preisindex für selbstgenutzten Wohnraum (Owner Occupied Housing, kurz: OOH) stellt eine Erweiterung zum Häuserpreisindex dar. Er enthält neben der Beschaffung von neuem und bestehendem Wohnraum auch Ausgaben, die mit der Anschaffung und dem Eigentum von Wohnraum anfallen, etwa Gebühren des Erwerbs, Versicherungen sowie Kosten für Reparaturen und Renovierungen. Im 1. Halbjahr 2026 legte der OOH um 2,9 % zu und positionierte sich damit klar unter dem Häuserpreisindex (+3,9 %). Dabei stieg der Index jedoch stärker als in den vergangenen beiden Jahren (2025: +2,0 %, 2024: +1,9 %). Die Indizes für Anschaffung und Erhalt von Wohnraum haben 2026 bisher einen ähnlichen Anstieg: Der Teilindex für die Anschaffung von Wohnraum verzeichnete im 1. Halbjahr 2026 einen Anstieg von 3,0 % (2025: +1,4 %, 2024: +0,8 %). Die Aufwendungen für den Erhalt des selbstgenutzten Wohneigentums verteuerten sich im selben Zeitraum um 2,9 % (2025: +2,9 %, 2024: +4,1 %).