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4 von 10 Menschen in Österreich nutzen KI

Nutzung stieg von 2024 auf 2025 um 11 Prozentpunkte, fundiertes Wissen um 3 Prozentpunkte

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(c) AdobeStock

Die Nutzung generativer künstlicher Intelligenz (KI) in Österreich verzeichnet eine starke Dynamik: 2025 nutzten bereits 39 % der Bevölkerung generative KI Tools wie ChatGPT oder Meta AI, ein Sprung um 11 Prozentpunkte im Vergleich zu 2024. Damit liegt Österreich deutlich über dem EU-27-Schnitt von 33 % und belegt Rang 12 im EU-Vergleich. Dies zeigt eine von der Agentur für Bildung und Internationalisierung (OeAD) beauftragte Analyse von Statistik Austria zu KI-Nutzung und -Einstellung in Österreich 2025.

 

„In Österreich nutzen inzwischen breitere Bevölkerungsschichten generative KI. Besonders unter Schüler:innen und Student:innen haben 86 % in den 3 Monaten vor der Befragung im Frühsommer 2025 KI-Tools verwendet. Ein Jahr zuvor war der Anteil mit 76 % noch deutlich niedriger. Auch bei Erwerbstätigen sehen wir einen starken Anstieg der Nutzung innerhalb eines Jahres. Sehr viel weniger stark ist hingegen das Wissen über KI gestiegen. Der Anteil derer, die ihr Wissen über KI als hoch einstufen, hat sich im gleichen Zeitraum nur um 3 Prozentpunkte erhöht“, so Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria.

 

Solide Positionierung im europäischen Mittelfeld Bei der Nutzung von generativen KI-Tools in der Bevölkerung liegt Österreich mit 39 % über dem EU-Schnitt von 33 % (siehe Grafik), rangiert insgesamt aber im Mittelfeld. Zum Spitzenreiter Dänemark (48 %) fehlen 9 Prozentpunkte. Europaweit zeigt sich ein markantes Nord-Süd- und Ost-West-Gefälle: Während Nordeuropa, Belgien und die Niederlande die Nutzung anführen, bilden Rumänien (18 %) und Italien (20 %) die Schlusslichter. Das Phänomen, dass die KI-Nutzung mit steigendem Alter linear abnimmt, zeigt sich überall, in Österreich jedoch auf einem insgesamt höheren Niveau (siehe Tabelle 1).

 

Nutzungsboom steht stagnierendem Wissensfundament gegenüber

 

Während die praktische Nutzung von KI in der Bevölkerung binnen eines Jahres um 11 Prozentpunkte nach oben sprang, nahm das selbst eingeschätzte KI-Wissen nur um 3 Prozentpunkte zu (von 27 % auf 30 %). Diese Entwicklung führt zu einer statistisch messbaren Verfestigung von Wissens- und Akzeptanzgefällen. Jüngere Generationen und höher Gebildete bauen ihren Wissensvorsprung signifikant aus: Der Anteil der 16- bis 24-Jährigen, die angeben, über (sehr) viel KI-Wissen zu verfügen, stieg um 13 Prozentpunkte auf 66 %, bei Personen mit Hochschulabschluss wuchs der Anteil um 5 Prozentpunkte auf 40 %. Bei älteren Bevölkerungsgruppen und Personen mit Pflichtschulabschluss zeigt sich das Niveau hingegen weitgehend unverändert: In der Altersgruppe der 65- bis 74-Jährigen konsolidierte sich der Anteil derer, die sich gutes KI-Wissen zuschreiben, bei rund 10 % (minus 3 Prozentpunkte), bei Personen mit Pflichtschulabschluss blieb er mit 28 % (minus 2 Prozentpunkte) nahezu konstant.

 

Dieselbe Polarisierung spiegelt sich in der Haltung zu KI wider: Während die positive Beurteilung (zunehmende Nutzung von KI wird als sehr positiv oder eher positiv beurteilt) in der gesamten österreichischen Bevölkerung im Jahrestrend um 6 Prozentpunkte von 35 % auf 41 % zulegte, verläuft diese Entwicklung keineswegs einheitlich. Während jüngere Kohorten dem Trend dynamisch folgen – so stieg die positive Beurteilung der KI-Nutzung bei den 16- bis 24-Jährigen deutlich um 10 Prozentpunkte auf 60 % – fällt die Gruppe ab 55 Jahren weiter zurück, wodurch sich die Akzeptanzlücke innerhalb der Bevölkerung messbar vergrößert.

 

Dennoch hat der Boom ein breites, gruppenübergreifendes Interesse ausgelöst, mehr über KI zu lernen: Der Anteil der Personen mit starkem oder eher starkem Lerninteresse stieg in der Gesamtbevölkerung um 8 Prozentpunkte von 32 % auf 40 % (siehe Tabelle 2).

 

Die Hälfte der Erwerbstätigen sieht KI als nützlich für ihren Job

 

Der Anteil der Erwerbstätigen, die KI als nützlich für ihren eigenen Beruf einstufen, stieg deutlich von 43 % auf 50 %. Dieser Zuwachs verläuft über alle Branchen und soziodemografischen Gruppen hinweg einheitlich. Parallel dazu verweilt die Sorge vor einem KI-bedingten Arbeitsplatzverlust stabil auf einem sehr niedrigen Niveau von rund 13 %.

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