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Inflation im Mai 2026 auf 3,7 % gestiegen

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Flugtickets, Treibstoff und Heizöl als Inflationstreiber

Zwei Geldscheine die mit Pfeil nach oben durchkreuzt werden
(c) AdobeStock

Im Mai 2026 lag der Verbraucherpreisindex (VPI 2025) laut Statistik Austria bei 103,1 Punkten. Die Preise waren damit im Schnitt um 3,7 % höher als ein Jahr zuvor. Im Vergleich zum Vormonat April 2026 stieg das durchschnittliche Preisniveau im Mai um 0,1 %.

 

„Wie in der Schnellschätzung Anfang Juni erwartet, ist die Inflation in Österreich im Mai 2026 auf 3,7 % gestiegen. Im April 2026 hatte sie 3,4 % betragen. Vor allem Preissprünge bei Flügen waren für die Erhöhung der Inflationsrate verantwortlich. Damit vergrößerte der Dienstleistungsbereich seinen Anteil als bedeutendster Preistreiber weiter. Treibstoffe und Heizöl verteuerten sich weniger kräftig als zuletzt, steuerten aber immer noch einen ganzen Prozentpunkt zur Inflation bei. Bei Nahrungsmitteln war die Teuerung deutlich geringer als die Gesamtinflation“, so Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria.

 

Ohne die Preisentwicklung bei Flugtickets läge die Inflation bei 3,5 %

 

Die Preise für Verkehr stiegen im Mai durchschnittlich um 8,8 % (Einfluss: +1,24 Prozentpunkte) und damit stärker als im April (+7,7 %; Einfluss: +1,06 Prozentpunkte). Sie erwiesen sich damit als bedeutendster Treiber der Inflation im Jahresvergleich. Ausschlaggebend für das kräftigere Plus waren die Preise für Flugtickets, die um 13,8 % stiegen (Einfluss: +0,11 Prozentpunkte), nachdem sie im April noch um 7,5 % zurück gegangen waren (Einfluss: −0,06 Prozentpunkte). Der Preisdruck bei Treibstoffen blieb weiterhin hoch (+26,5 %, Einfluss: +0,78 Prozentpunkte; April: +28,0 %, Einfluss: +0,80 Prozentpunkte). Für Reparaturen privater Verkehrsmittel zahlte man um 4,3 % mehr, damit waren die Preissteigerungen etwa gleich hoch wie im April (+4,4 %; Einfluss Mai und April: +0,09 Prozentpunkte). Die Preise gebrauchter Kraftwagen stiegen etwas schwächer als zuletzt (+2,6 %, Einfluss: +0,05 Prozentpunkte; April: +3,4 %, Einfluss: +0,06 Pro zentpunkte), jene für neue Pkw stiegen mit +1,2 % ähnlich wie im April (+1,1 %).

 

Die Preiszuwächse für Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe lagen durchschnittlich bei +3,3 % (Einfluss: +0,70 Prozentpunkte) und damit auf gleichem Niveau wie im April (Einfluss: +0,69 Prozentpunkte). Die Mieten (inkl. Neuvermietungen) stiegen um 5,1 % (Einfluss: +0,28 Prozentpunkte) und damit fast gleich stark wie im April (+5,0 %; Einfluss: +0,27 Prozentpunkte). Außerdem kostete die Instandhaltung von Wohnungen mit +3,1 % (Einfluss: +0,21 Prozentpunkte) etwas mehr als im April (+2,9 %; Einfluss: +0,18 Prozentpunkte). Die Preise für Haushaltsenergie hingegen stiegen um 0,9 % (Einfluss: +0,05 Prozentpunkte), schwächer als im April (+1,5 %; Einfluss: +0,07 Prozentpunkte). Ausschlaggebend dafür waren die Heizölpreise, deren Teuerung sich mit +53,7 % (Einfluss: +0,20 Prozentpunkte) etwas weniger stark zeigte als im April (+62,6 %, Einfluss: +0,22 Prozentpunkte). Auch bei der Fernwärme nahm der Preisdruck etwas ab (+1,9 %; April: +2,2 %). Beinahe konstant verbilligte sich Strom (Mai: −10,3 %, Einfluss: −0,27 Prozent punkte; April: −10,2 %, Einfluss: −0,26 Prozentpunkte), wobei insbesondere die ab Jänner 2026 wirksamen Reduzierungen der Elektrizitätsabgabe sowie des Erneuerbaren-Förderbeitrags weiterhin preisdämpfend wirkten. Für zusätzliche preisdämpfende Effekte sorgten ab April 2026 die Einführung eines Sozialtarifs für von der ORF-Gebühr befreite Haushalte (etwa 7 % der Haushalte) sowie die Einführung des Sommer-Netztarifs, der bis inklusive September in der Zeit von 11.00 bis 16.00 Uhr ein um 20 % reduziertes Netzentgelt vorsieht. Leichte Preiszuwächse hingegen zeigten sich bei festen Brennstoffen (+11,5 %; April: +10,3 %) sowie bei Gas (+4,2 %; April: +3,8 %).

 

Der Preisanstieg für Gastronomie- und Beherbergungsdienstleistungen lag durchschnittlich bei 4,7 %, et was niedriger als im April (+4,9 %; Einfluss Mai und April: +0,62 Prozentpunkte). Ausschlaggebend dafür war, dass die Verteuerung in der Gastronomie mit +4,9 % (Einfluss: +0,54 Prozentpunkte) weniger kräftig als im April (+5,3 %; Einfluss: +0,55 Prozentpunkte) war. Die Preise für Beherbergungsdienstleistungen hin gegen stiegen mit +4,8 % (Einfluss: +0,07 Prozentpunkte) stärker als im April (+4,3 %; Einfluss: +0,06 Pro zentpunkte).

 

Die Teuerung bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken fiel mit durchschnittlich +2,2 % (Einfluss: +0,27 Prozentpunkte) etwas schwächer aus als im April (+2,4 %; Einfluss: +0,28 Prozentpunkte). Dazu trugen vor allem die Preise für alkoholfreie Getränke bei, die um 1,4 % zulegten (Einfluss: +0,02 Prozentpunkte), weniger als halb so stark wie im April mit +3,2 % (Einfluss: +0,05 Prozentpunkte). Ausschlaggebend war die Preisentwicklung von Erfrischungsgetränken (+0,1 %; April: +5,1 %). Kaffee hingegen verteuerte sich mit +5,4 % fast gleich stark wie im April (+5,5 %). Auch die Preise für Nahrungsmittel stiegen mit +2,3 % (Einfluss: +0,25 Prozentpunkte) ähnlich wie im April (+2,2 %; Einfluss: +0,23 Prozentpunkte). Der Preisdruck stieg insbesondere für Zucker, Süßwaren und Desserts (+3,4 %; April: +0,2 %), für Getreide und Getreideerzeugnisse (+2,9 %; April: +1,9 %) sowie für Obst (+5,2 %; April: +4,1 %). Fleisch hingegen verteuerte sich weniger stark (+3,5 %; April: +5,3 %). Auch für Milch und Eier verringerte sich die Teuerungsrate (+2,4 %; April: +3,4 %). Gemüse wies weiterhin nur geringe Verteuerungen auf (+0,4 %; April: +0,2 %). Die Preise für Speisefette und -öle verringerten sich hingegen (−9,8 %; April: −10,2 %).

 

Die Preise für Gesundheit stiegen mit durchschnittlich +4,4 % fast gleich stark wie im April (+4,5 %; Einfluss: Mai und April: +0,24 Prozentpunkte). Hauptverantwortlich dafür waren ambulante Gesundheitsdienstleistungen, deren Preise im Mai und April um 7,4 % stiegen (Einfluss Mai: +0,14 Prozentpunkte; Einfluss April: +0,13 Prozentpunkte). Stationäre Gesundheitsdienstleistungen verteuerten sich mit +5,0 % ähnlich stark wie im April (+5,1 %; Einfluss Mai und April: +0,08 Prozentpunkte). Arzneimittel und Gesundheitsprodukte hingegen wiesen weiterhin nur geringe Teuerungen auf (+1,2 %; April: +1,5 %).

 

Teuerung von April 2026 auf Mai 2026 im Schnitt um 0,1 % gestiegen

 

Hauptpreistreiber im Vergleich zum Vormonat April 2026 waren teurere Flugtickets (durchschnittlich +19,2 %; Einfluss: +0,15 Prozentpunkte). Als Hauptpreisdämpfer im Vergleich zum Vormonat erwiesen sich billigere Treibstoffe (durchschnittlich −3,4 %; Einfluss: −0,12 Prozentpunkte).

 

Inflation laut harmonisiertem Verbraucherpreisindex im Mai 2026 bei 3,7 %

 

 Der Indexstand des auf europäischer Ebene harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI 2025) lag im Mai 2026 bei 103,25. Die harmonisierte Inflationsrate betrug 3,7 % (April 2026: 3,4 %) und war damit gleich hoch wie die des VPI. Gewichtungsunterschiede zwischen VPI und HVPI (siehe Informationen zur Methodik) führten in einzelnen Ausgabengruppen zu unterschiedlichen Veränderungsraten und Einflüssen, die sich jedoch insgesamt ausglichen.

 

Teuerung beim täglichen Einkauf niedriger, beim wöchentlichen höher als die Gesamtinflation

 

Das Preisniveau des Mikrowarenkorbs, der den täglichen Einkauf widerspiegelt und überwiegend Nahrungsmittel, aber auch Tageszeitungen oder den Kaffee im Kaffeehaus enthält, stieg im Mai im Jahresabstand um 0,5 %. Das Preisniveau des Miniwarenkorbs, der einen wöchentlichen Einkauf abbildet und neben Nahrungsmitteln und Dienstleistungen auch Treibstoffe enthält, stieg im Jahresvergleich um 5,8 %.

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