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Exportzuwächse im 1. Quartal 2026

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Handelsbilanz trotz Ausfuhrplus weiterhin negativ

Containerhafen Kran hebt Container an
(c) AdobeStock

„Der Außenhandel Österreichs wuchs im 1. Quartal 2026 exportseitig etwas stärker als importseitig. Trotz dieser insgesamt positiven Entwicklung blieb die Handelsbilanz negativ. Ausschlaggebend dafür war vor allem das weiter zunehmende Handelsbilanzdefizit mit dem Partnerland China. Gleichzeitig fiel die positive Bilanz im Handel mit den Vereinigten Staaten geringer aus als im Vorjahreszeitraum“, so Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria.

 

Im Handel mit den 10 wichtigsten Importpartnern gab es heuer – mit Ausnahme von den Vereinigten Staaten (−18,7 %) und den Niederlanden (−6,2 %) – bis März Zunahmen bei den Importen. Neben der Zunahme bei China (+17,7 %) gab es die größten absoluten Zunahmen bei Importen aus Deutschland (+2,3 %), der Schweiz (+10,7 %), Italien (+6,2 %) und Polen (+9,1 %). Im Handel mit den 10 bedeutendsten Exportpartnern zeigte nur der Handel mit den Vereinigten Staaten (−14,6 %) Abnahmen. Die stärksten Zuwächse gab es bei den Exporten mit Deutschland (+4,2 %), dem Vereinigten Königreich (+14,7 %), der Schweiz (+7,9 %) und Italien (+5,6 %).

 

Aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union importierte Österreich in den ersten 3 Monaten 2026 Waren im Wert von 33,12 Mrd. Euro (+2,6 %). Der Wert der in die EU-Länder exportierten Waren betrug 33,73 Mrd. Euro und verzeichnete mit +4,2 % eine Zunahme im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Handelsbilanzaktivum mit der Europäischen Union belief sich auf 0,61 Mrd. Euro, nach einem deutlich geringeren Überschuss von 0,07 Mrd. Euro im ersten Quartal 2025.

 

Der Außenhandel mit Drittstaaten zeigte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eine Zunahme bei den Importen (+3,8 % auf 17,55 Mrd. Euro) und bei den Exporten (+1,8 % auf 15,75 Mrd. Euro). Daraus ergab sich ein Handelsbilanzdefizit mit Drittstaaten von 1,80 Mrd. Euro (siehe Tabelle 1).

 

Hauptverantwortlich für die negative Handelsbilanz mit Drittstaaten war der Handel mit China (Handelsbilanz: −3,62 Mrd. Euro). Vor allem bei Maschinen und Fahrzeugen waren die Importe aus China (+20,7 % auf 2,71 Mrd. Euro) beinahe viermal so hoch wie die Exporte (+14,5 % auf 0,74 Mrd. Euro). Den größten Handelsbilanzüberschuss mit einem Partnerland gab es in diesem Zeitraum mit den Vereinigten Staaten (Handelsbilanz: +1,31 Mrd. Euro), wobei der Überschuss gegenüber der Vorjahresperiode um 0,11 Mrd. Euro zurückging. Vor allem der Handel mit der Produktgruppe Maschinen und Fahrzeuge war hier dominant. Hier sanken die Importe um 19,7 % auf 0,47 Mrd. Euro, während die Exporte um 8,8 % auf 1,81 Mrd. Euro zu nahmen.

 

März 2026: Einfuhren und Ausfuhren gestiegen

 

Im März 2026 stieg der Wert der Warenexporte laut Statistik Austria im Vergleich zum März des Vorjahres um 9,5 % auf 18,17 Mrd. Euro. Der Wert der Importe nahm um 7,1 % auf 18,73 Mrd. Euro zu. Daraus resultiert eine negative Handelsbilanz von 0,56 Mrd. Euro.

 

Aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union importierte Österreich im März 2026 Waren im Wert von 12,20 Mrd. Euro, während Waren im Wert von 12,34 Mrd. Euro in diese Länder exportiert wurden. Im Ver gleich zum März 2025 stiegen die Intra-EU-Importe (+5,8 %), und die Intra-EU-Exporte (+8,2 %). Daraus ergab sich eine positive Handelsbilanz mit den Mitgliedstaaten der Europäischen Union in Höhe von 0,15 Mrd. Euro.

 

Die Importe aus Drittstaaten stiegen im März 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat beinahe zweistellig um 9,7 % auf 6,54 Mrd. Euro; die Extra-EU-Exporte nahmen hingegen mit +12,3 % auf 5,83 Mrd. Euro noch stärker zu. Trotzdem ergab sich ein Defizit der Handelsbilanz mit Drittstaaten von 0,71 Mrd. Euro (siehe Tabelle 2).

 

Zunahmen bei Import und Export von Maschinen und Fahrzeugen

 

Insgesamt gingen die Exporte bei 2 der 10 Produktgruppen im März 2026 zurück. Die 4 bedeutendsten Produktgruppen im österreichischen Außenhandel – Maschinen und Fahrzeuge, bearbeitete Waren, chemische Erzeugnisse und sonstige Fertigwaren – verzeichneten zusammen ein Exportplus von 8,6 % auf 15,08 Mrd. Euro. Die höchsten absoluten Exportzunahmen über alle Gruppen hinweg wiesen Maschinen und Fahrzeuge (+10,8 %; +0,67 Mrd. Euro) und andere Waren (+76,8 %; +0,25 Mrd. Euro) auf.

 

Bei den Importen gab es bei keiner der 4 bedeutendsten Produktgruppen eine Abnahme. Die größten absoluten Zunahmen verzeichneten Maschinen und Fahrzeuge (+11,3 %; +0,67 Mrd. Euro) und bearbeitete Waren (+11,2 %; +0,29 Mrd. Euro). Die 4 bedeutendsten Produktgruppen im Import zusammengenommen zeigten eine Zunahme von 9,4 % auf 14,87 Mrd. Euro. Außerhalb dieser 4 wichtigsten Gruppen gab es bei den Importen von Brennstoffen und Energie im März 2026 leichte Zunahmen (+0,2 %; +0,003 Mrd. Euro). Verantwortlich waren hierfür hauptsächlich Erdöl und Erdölerzeugnisse, bei denen der Einfuhrwert um 7,2 % stieg, während die importierte Menge um 8,4 % zurückging. Bei Gas sank der Einfuhrwert um 32,5 %, wobei die importierte Menge um 18,7 % abnahm.

 

Maschinen und Fahrzeuge wichtigstes Handelsgut im Exporthandel mit Australien

 

Nachdem die Europäische Union im März die Verhandlungen über ein umfassendes Freihandelsabkommen mit Australien abgeschlossen hatte, rückte dieser Handelspartner nun mehr in den Fokus. Australien fand sich im März 2026 mit einem Exportanteil von 0,5 % (0,09 Mrd. Euro) auf Rang 30, auf der Importseite mit einem Importanteil von 0,1 % (0,02 Mrd. Euro) auf Rang 61.

 

Im Vergleich zu März 2025 erhöhten sich die Importe wertmäßig um 77,9 %; die Exportwerte stiegen um 13,2 %. Die Produktgruppe Brennstoffe und Energie (+69,6 % auf 0,008 Mrd. Euro) mit einem Anteil von 41,1%, dominierte die Importe, darunter in erster Linie die Untergruppe Kohle, Koks und Briketts. Die Hälfte der österreichischen Exporte nach Australien (Anteil: 50,1 %) betraf im Vorjahresvergleich Maschinen und Fahrzeuge (+63,4 % auf 0,04 Mrd. Euro). Der Handel mit Australien wies seit 1995 in jedem Monat eine positive Handelsbilanz auf (März 2026: +0,07 Mrd. Euro).

 

Der Handel mit Arbeitsmaschinen (Bilanz: +0,01 Mrd. Euro) sowie mit Metallwaren (Bilanz: +0,01 Mrd. Euro) trug unter anderem zu diesem Ergebnis bei.

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