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Erzeugerpreise für Dienstleistungen legten im 1. Quartal 2026 um 1,8 % zu

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Höchster Preisanstieg bei Verkehr und Lagerei

Rentner hält Geldmünzen in der Hand. Geldscheine liegen auf einen Tisch.
(c) AdobeStock

Im 1. Quartal 2026 lag der Erzeugerpreisindex Dienstleistungen laut Statistik Austria bei 101,5 Punkten (2025 = 100). Damit waren die Preise um 1,8 % höher als im 1. Quartal 2025. Im Vergleich zum vorangegangenen 4. Quartal 2025 stieg das Preiniveau bei Dienstleistungen um 1,3 %, nachdem die Veränderung gegenüber dem jeweili gen Vorquartal im 3. und 4. Quartal 2025 jeweils 0,1 % betragen hatte.

 

„Die Erzeugerpreise für Dienstleistungen haben zu Jahresbeginn 2026 erneut leicht zugelegt. Im Vergleich zum 1. Quartal 2025 haben Dienstleister:innen in Österreich ihre Preise um 1,8 % angehoben, im Vergleich zum 4. Quartal 2025 um 1,3 %. Wie in den Quartalen davor hatten die Verteuerungen bei Verkehr und Lagerei den stärksten Einfluss auf den Gesamtindex“, so Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria.

 

Mit dem 1. Quartal 2026 wurde der Warenkorb und die Stichprobe des Erzeugerpreisindex für Dienstleistungen überarbeitet und die Veröffentlichung auf die neue Klassifikation ÖNACE 2025 umgestellt. Gleich zeitig wurde der Index auf das Basisjahr 2025 (2025 = 100) umgestellt (siehe Information zur Revision des EPI DL auf unserer Website).

 

Verkehr und Lagerei bleibt führender Preistreiber

 

Im 1. Quartal 2026 wurde die Entwicklung des Gesamtindex maßgeblich vom Abschnitt Verkehr und Lagerei geprägt, hier betrug das Preisplus 3,4 %. Im Vergleich zum 1. Quartal des Vorjahres stiegen dabei insbesondere die Preise bei Post-, Kurier- und Expressdiensten (+8,1 %), Landverkehr und Transport in Rohrfernleitungen (+4,8 %) sowie bei der Schifffahrt (+3,7 %) deutlich an.

 

Darüber hinaus wirkte sich auch die Erbringung von wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen mit einem Plus von 2,2 % spürbar auf die Gesamtentwicklung aus. Zu den deutlichsten Preisanstiegen kam es im Jahresvergleich innerhalb dieses Abschnitts bei den Tätigkeiten von Architektur- und Ingenieurbüros; technische, physikalische und chemische Untersuchung (+2,9 %), der Rechts- und Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung (+2,3 %) und bei der Verwaltung und Führung von Unternehmen und Betrieben; Unternehmensberatung (+1,9 %).

 

Mit einem Preisrückgang von 0,5 % schwächte das Grundstücks- und Wohnungswesen die Entwicklung des Gesamtindex im 1. Quartal 2026 leicht ab. Ein Minus gab es hier insbesondere bei der Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Grundstücken, Gebäuden und Wohnungen (−2,0 %), während Tätigkeiten für das Grundstücks- und Wohnungswesen für Dritte (+4,3 %) und Kauf und Verkauf von eigenen Grundstücken, Gebäuden und Wohnungen sowie Erschließung von Grundstücken (+1,0 %) wiederum Preissteigerungen aufwiesen.

 

Dienstleistungspreise um 1,3 % über dem 4. Quartal 2025

 

Verglichen mit dem 4. Quartal 2025 stiegen die Erzeugerpreise für Dienstleistungen im 1. Quartal 2026 um 1,3 %. Ausschlaggebend hierfür waren insbesondere ausgeprägte Preisentwicklungen in Verkehr und Lagerei (+2,0 %) sowie der Erbringung von wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (+1,7 %), während bei Verlagswesen, Rundfunk sowie Erstellung und Verbreitung von Medieninhalten ein Preisrück gang von 0,3 % beobachtet wurde.

 

Der Abschnitt Verkehr und Lagerei verzeichnete im Quartalsabstand die stärkste preisliche Entwicklung mit +2,0 %. Die deutlichsten Preisveränderungen wurden dabei beim Landverkehr und Transport in Rohrfernleitungen (+3,4 %) sowie bei den Post-, Kurier- und Expressdiensten (+3,1 %) und der Schifffahrt (+2,8 %) festgestellt.

 

Im Vorquartalsvergleich positionierte sich die Erbringung von wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen mit einer Zunahme von 1,7 % an 2. Stelle. Innerhalb dieses Abschnitts verzeichneten die Tätigkeiten von Architektur- und Ingenieurbüros; technische, physikalische und chemische Untersuchung (+2,3 %), die Rechts- und Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung (+2,1 %) sowie die sonstigen wissenschaftlichen und technischen Tätigkeiten (+1,3 %) die markantesten Preisbewegungen.

 

Zudem zeigte sich gegenüber dem 4. Quartal 2025 ein leichter Preisrückgang im Abschnitt Verlagswesen, Rundfunk sowie Erstellung und Verbreitung von Medieninhalten (−0,3 %), insbesondere in den Abteilungen Rundfunkveranstalter, Nachrichtenagenturen und sonstige Verbreitung von Medieninhalten (−1,9 %) und Verlagswesen (−0,8 %). Dagegen wurde in der Abteilung Herstellung, Verleih und Vertrieb von Filmen und Fernsehprogrammen; Kinos; Tonstudios und Verlegen von Musik ein Preisanstieg von 0,9 % erfasst.

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