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2025 erneut mehr Insolvenzen als im Jahr davor

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Rund 4 % mehr Firmenpleiten und etwa 4 % mehr Unternehmensregistrierungen als 2024

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(c) AdobeStock

Im Jahr 2025 stieg die Zahl der Insolvenzen laut vorläufigen Daten von Statistik Austria im Vergleich zu 2024 um rund 4 % auf 6 809. Die Registrierungen von rechtlichen Einheiten erhöhten sich im gleichen Zeitraum ebenfalls um etwa 4 % auf 67 642.

 

„Zu Jahresende 2025 ist die Zahl der Firmenpleiten nochmals leicht gestiegen. In den letzten 3 Monaten 2025 meldeten 1 669 Unternehmen in Österreich Insolvenz an, etwas mehr als noch im 3. Quartal 2025, aber geringfügig weniger als im 4. Quartal 2024. Im Jahr 2025 gab es in Summe 6 809 Insolvenzen. Das sind um etwa 4 % mehr als 2024. Damit ist die Zahl der Insolvenzfälle im Vorjahresvergleich das 5. Jahr in Folge gestiegen. Die drei am stärksten betroffenen Wirtschaftsbereiche waren Dienstleistungen und danach fast gleichauf Handel und Bau. Gleichzeitig gab es 2025 aber auch 4 % mehr Unternehmensregistrierungen als ein Jahr zuvor“, so Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria.

 

Die Zahl der Insolvenzen lag im 4. Quartal 2025 mit 1 669 leicht über dem Niveau des Vorquartals (+2,8 %, 3. Quartal 2025: 1 624 Insolvenzen) und etwa 2 % unter dem Niveau des Vorjahresquartals (4. Quartal 2024: 1 706 Insolvenzen). Im Vergleich zum Vorjahresquartal nahmen die Insolvenzen in der Sachgütererzeugung, bei den persönlichen Dienstleistungen und beim Handel am stärksten ab. Die stärksten Zuwächse bei Insolvenzen im Vergleich zum Vorquartal, dem 3. Quartal 2025, wurden in der Sachgütererzeugung und in der Baubranche verzeichnet. Insgesamt gab es im Jahr 2025 rund 4 % mehr Firmenpleiten als im Jahr davor (2025: 6 809, 2024: 6 522).

 

Im Zeitraum Oktober bis Dezember 2025 wurden 15 154 Registrierungen rechtlicher Einheiten verzeichnet. Das sind um rund 4 % weniger als im 4. Quartal des Vorjahres (15 776 Registrierungen) und etwa 8 % weniger als im Vorquartal (3. Quartal 2025: 16 457). Im gesamten Jahr 2025 gab es in Summe 67 642 Registrierungen, rund 2 400 oder 4 % mehr als im Jahr davor (2024: 65 279). Im Unterschied zu einer Unternehmensgründung ist die Registrierung einer rechtlichen Einheit Teil eines Verwaltungsverfahrens und als Absichtserklärung zu verstehen. Sie bedeutet nicht in jedem Fall, dass auch tatsächlich eine wirtschaftliche Tätigkeit aufgenommen wird. Dennoch sind Registrierungen ein wichtiger Frühindikator für die Wirtschaftsentwicklung.

 

Dienstleistungsbereiche, Bau und Handel mit meisten Insolvenzen

 

Die meisten Insolvenzen nach Branchen gab es im 4. Quartal 2025 bei den Finanzdienstleistungen/sonstigen Dienstleistungen (449), im Bau (298) und im Handel (276) sowie in Beherbergung und Gastronomie (224), wobei diese Zahlen auch stark von der Anzahl der in den einzelnen Wirtschaftsbereichen aktiven Unternehmen abhängig sind. Vergleichsweise wenige Insolvenzfälle wiesen Information und Kommunikation (53) und Sachgütererzeugung (104) auf. Im Vergleich zum 4. Quartal 2024 hat der Verkehr hier die Sachgütererzeugung und die Baubranche den Handel überholt (siehe Tabelle 1).

 

Höchste Anzahl an Registrierungen in Dienstleistungsbereichen

 

Die meisten Registrierungen gab es im 4. Quartal 2025 in den Wirtschaftsbereichen Finanzdienstleistungen/sonstige Dienstleistungen (4 564), persönliche Dienstleistungen (3 199) und Handel (2 860). Die wenigsten Registrierungen verzeichneten Verkehr (653) und Bau (727; siehe Tabelle 2).

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