Im Jahr 2025 unternahmen 76,7 % der österreichischen Wohnbevölkerung ab 15 Jahren insgesamt 27,04 Millionen Urlaubsreisen im In- und Ausland. Die Zahl der Urlaubsreisen ab einer Übernachtung (inkl. Verwandten- und Bekanntenbesuche) lag damit leicht unter dem Rekordniveau des Jahres 2024 (−1,8 %). Gleichzeitig erreichte die Zahl der Urlaubsreisenden mit 5,95 Mio. einen neuen Höchststand.
„Im Jahr 2025 sind die Menschen in Österreich etwas weniger verreist als im Rekordjahr 2024. Insgesamt ist die Zahl der Urlaubsreisen um 1,8 % auf 27,04 Mio. gesunken. Dabei hat sich die Zahl der Inlandsurlaube um 2,0 % auf 12,8 Mio. verringert, während die Auslandsurlaubsreisen mit −1,6 % auf 14,3 Mio. etwas weniger deutlich zurückgegangen sind“, so Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria.
Durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Ausland länger als im Inland
2025 wurden von in Österreich lebenden Personen insgesamt 27,04 Mio. Urlaubsreisen unternommen, um 1,8 % weniger als im Jahr 2024. Die Zahl der Nächtigungen im Zuge dieser Urlaubsreisen lag um 2,5 % unter dem Niveau von 2024 (137,65 Mio.). Dieser Rückgang von Urlaubsreisen und Nächtigungen war sowohl bei Reisen im Inland (Reisen: −2,0 %, Nächtigungen: −4,0 %) als auch ins Ausland (Reisen: −1,6 %, Nächtigungen: −1,9 %) ersichtlich. Dabei blieb die Verteilung der Urlaubsreisen auf in- und ausländische Destinationen ähnlich wie bereits im Jahr 2023 und 2024. Mehr als die Hälfte der Urlaubsreisen (52,8 %) führten ins Ausland, 47,2 % fanden innerhalb von Österreich statt. Inlandsurlaubsreisen waren mit einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 3,2 Nächten jedoch kürzer als Auslandsurlaubsreisen mit durchschnittlich 6,8 Nächten Aufenthaltsdauer.
Anteil der Urlaubsreisenden ins Ausland höher als ins Inland
5,95 Mio. Personen verreisten im Jahr 2025 mindestens einmal zu Urlaubszwecken, so viele wie nie zuvor. Aufgrund des Bevölkerungswachstums blieb die Reiseintensität, also der Anteil der Reisenden an der Gesamtbevölkerung ab 15 Jahren, mit mehr als drei Viertel (76,7 %) im Vergleich zu den Vorjahren allerdings stabil (2024: 76,4 %, 2023: 76,7 %). Bei Inlandsurlaubsreisen lag die Reiseintensität mit 53,6 % unter der für Auslandsurlaubsreisen (62,4 %; siehe Tabelle 1). Seit rund 2 Jahrzehnten ist der Anteil der Bevölkerung mit mindestens einer Auslandsurlaubsreise höher als jener für Inlandsurlaubsreisen, mit Ausnahme der Pandemie-Jahre 2020 und 2021.
Österreich ist das beliebteste Urlaubsreiseland Nach Ranking der beliebtesten Reiseziele haben die in Österreich lebenden Menschen in Summe mit insgesamt 12,77 Mio. die meisten Urlaubsreisen in Österreich verbracht (siehe Tabelle 2). Die beliebtesten Bundesländer waren dabei die Steiermark (2,53 Mio. Urlaubsreisen bzw. 19,8 % aller Inlandsurlaubsreisen) und Salzburg (1,90 Mio. bzw. 14,9 %). Von den insgesamt 14,27 Mio. Auslandsurlaubsreisen führte jede 5. Reise nach Italien (2,90 Mio.; 20,3 % aller Auslandsurlaubsreisen), gefolgt von Deutschland (2,09 Mio. Urlaubsreisen; 14,6 % aller Auslandsurlaubsreisen) und den 3 Mittelmeer-Destinationen Kroatien (11,7 % aller Auslandsurlaubsreisen), Spanien (5,6 %) und Griechenland (4,1 %). Der Anteil von Fernreisen (außerhalb Europas und der Türkei) stieg im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 8,1 % (2024: 7,9 %).
Geringster Anteil an Pkw-Reisen seit Beginn der Aufzeichnungen
Der Pkw war auch 2025 das meistgenutzte Verkehrsmittel bei Urlaubsreisen, jedoch sank der Pkw-Anteil mit 59,3 % erstmalig unter 60 % (siehe Tabelle 3). Gleichzeitig stiegen Flug- und Zugreisen auf Höchstwerte (Flug: 5,16 Mio. Urlaubsreisen; Zug: 4,11 Mio.). Der Anteil von Zugreisen ist mit 15,2 % auf dem zweithöchsten Wert (2022: 15,3 %), jener von Flugreisen auf dem dritthöchsten Wert seit 2006 (2010: 19,8 %; 2008: 19,4 %). Insbesondere bei Inlandsurlaubsreisen wurde 2025 ein neuer Rekord bei Zugreisen aufgestellt (21,5 % aller Inlandsurlaubsreisen), während der Pkw-Anteil (73,6 %) so niedrig wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnung im Jahr 2006 war.
Fast ein Viertel der Bevölkerung verreiste 2025 gar nicht
Den 76,7 % der österreichischen Wohnbevölkerung, die mindestens einmal im Jahr 2025 eine Urlaubsreise mit Übernachtung machten, stehen 23,3 % der Bevölkerung ab 15 Jahren gegenüber, die 2025 nicht gereist sind. Für mehr als die Hälfte (53,7 %) gab es keine Beweggründe zu verreisen, am zweithäufigsten wurden gesundheitliche Gründe (34,6 %), gefolgt von finanziellen Gründen (31,5 %) angegeben. Mangelnde Zeit aufgrund von familiären Verpflichtungen (25,0 %) und aufgrund beruflicher Verpflichtungen (21,7 %) waren weitere Nichtreisegründe. Sicherheitsbedenken waren für ein Fünftel (10,7 %) der nichtreisenden Bevölkerung ein Grund, um auf eine Urlaubsreise zu verzichten.
Ein Zehntel weniger Geschäftsreisen im Jahr 2025
Im Jahr 2025 unternahmen 1,16 Mio. Personen aus Österreich 3,42 Mio. Dienst- und Geschäftsreisen mit insgesamt 11,57 Mio. Übernachtungen im In- und Ausland (siehe Tabelle 1). Das entspricht einem Rückgang der Geschäftsreisen um rund ein Zehntel gegenüber dem Vorjahr (2024: 3,81 Mio.). Die Geschäftsreiseintensität lag jedoch mit 15,0 % dennoch leicht über dem Niveau von 2024 (2024: 14,8 %).
1,70 Mio. Geschäftsreisen (47,2 %) blieben im Inland, wo am häufigsten nach Wien (15,7 % aller Inlandsgeschäftsreisen) und Oberösterreich (15,3 %) gereist wurde. Auslandsgeschäftsreisen, die etwas mehr als die Hälfte (50,3 %; 1,72 Mio.) aller Geschäftsreisen ausmachen, führten zum größten Teil nach Deutschland (40,3 %), gefolgt von Italien mit 8,5 % der Reisen.
Fast drei Viertel der Geschäftsreisen (73,1 %; 2,50 Mio.) waren Kurztrips mit 1 bis 3 Übernachtungen, was sich in einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 3,4 Nächten bei Geschäftsreisen widerspiegelt.