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Mut und Zuversicht: Technologischer Fortschritt als Motor für die Zukunft

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Rückblick | DHK Lunch mit Bosch Österreich

Herr im Anzug mit Glatze spricht vor Auditorium im Saal, Weinwurm
(c) DHK

Am 27. April 2026 lud die Deutsche Handelskammer in Österreich (DHK) zum zweiten DHK Lunch des Jahres ins Almanac Palais Wien ein. Gastredner beim Mittagsformat war Helmut Weinwurm, Vorstandsvorsitzender der Robert Bosch AG und Repräsentant der Bosch‑Gruppe in Österreich.

 

Unter dem Titel „Mut und Zuversicht: Wille zum technischen Fortschritt eröffnet die Zukunft“ diskutierten mehr als 60 Entscheidungsträger:innen, an welche wirtschaftlichen, technologischen und politischen Stellschrauben künftig gedreht werden muss, um Österreich und Europa langfristig wettbewerbsfähig, innovativ und resilient aufzustellen.

 

Innovation als Schlüssel für Europas Zukunft

 

In seinem Impulsvortrag unterstrich Bosch-Manager Helmut Weinwurm die Bedeutung von Innovation als entscheidenden Wachstumstreiber. Am Beispiel von Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien sowie des softwaredefinierten Fahrzeugs zeigte er auf, welche großen Chancen sich für Bosch, sowie für zahlreiche europäische Unternehmen, durch konsequenten technologischen Fortschritt ergeben.


Dabei wurde deutlich: Um Klimaziele zu erreichen und gleichzeitig wirtschaftliche Stärke zu sichern, braucht es einen technologieoffenen Ansatz. Nicht einzelne Lösungen, sondern das Zusammenspiel aller CO₂‑neutralen Technologien – darunter Wasserstoff, E‑Fuels und softwarebasierte Innovationen – seien entscheidend für eine nachhaltige Zukunft.

 

Europa wettbewerbsfähig und resilient stärken

 

Ein weiterer Schwerpunkt in seinem Vortrag lag auf der strategischen Stärkung Europas. Weinwurms klare Botschaft: Europa müsse selbstbewusst auftreten und seine eigene industrielle und technologische Kompetenz gezielt weiterentwickeln. Gerade im globalen Wettbewerb, etwa mit starken Akteuren wie China, gehe es nicht darum, Ängste zu schüren, sondern vielmehr darum, europäische Stärken auszubauen und auszuspielen.
Ein innovationsorientiertes, resilientes Europa könne global bestehen, wenn Wertschöpfung, Forschung und industrielle Umsetzung stärker innerhalb Europas verankert werden.

 

Klare Appelle an Politik und Wirtschaft

Zum Abschluss formulierte Weinwurm mehrere zentrale Appelle:

  • Bürokratieabbau ist essenziell, um Entscheidungen schneller und praxisnäher treffen zu können.
  • Es braucht Mut, Zuversicht und Technologieoffenheit, um Innovationen voranzubringen und Klimaziele realistisch zu erreichen.
  • Die Stärkung lokaler Wertschöpfung ist ein wesentlicher Hebel: Ein gezielter Buy‑local‑Ansatz („Buy European“) könne Europa als Wirtschaftsstandort wieder attraktiver machen und Unternehmen langfristig binden.

 

Mut zur Stärke: Europas Zukunft aktiv gestalten

 

Das Fazit fiel bewusst optimistisch aus. Europa, insbesondere Österreich, verfügt über beste Voraussetzungen, um im globalen Wettbewerb zu bestehen. Dafür bieten eine starke Förderlandschaft, hochqualifizierte, junge Talente und innovative Unternehmen eine solide Basis.

 

Entscheidend wird hierbei sein, diese Potenziale konsequent mit technologischem Fortschritt und Innovationskraft zu verknüpfen. Dann brauche Europa weder Angst vor internationalen Wettbewerbern noch vor wirtschaftlichen Umbrüchen zu haben und kann seine Zukunft bewusst und aktiv selbst gestalten.

 

Networking und persönlicher Austausch

 

Beim anschließenden Lunch nutzten die Gäste die Gelegenheit zum persönlichen Austausch in entspannter Atmosphäre. Die Gespräche spiegelten das große Interesse an den diskutierten Themen wider und machten deutlich, wie relevant technologieoffener Fortschritt, europäische Wettbewerbsfähigkeit und strategische Resilienz aktuell für Unternehmen in den unterschiedlichsten Branchen sind.

 

Das Veranstaltungsformat DHK Lunch findet jedes Quartal statt und bietet aktuelle Fachthemen in exklusiver Runde. Unterstützt wird die Reihe von Flossbach von Storch SE, ein auf Vermögensverwaltung spezialisiertes deutsches Finanzdienstleistungsinstitut mit Sitz in Köln.

 

Mehr über Bosch in Österreich | Mehr über Flossbach von Storch 

Leadersnet war vor Ort – hier geht es zur Fotogalerie.

 

Über den Referenten

 

Mag. (FH) Helmut Weinwurm ist seit Mai 2020 als Vorstandsvorsitzender der Robert Bosch AG sowie als Repräsentant der Bosch-Gruppe in Österreich tätig. Diese Funktionen übt er in Personalunion mit seiner Rolle als Leiter Bosch Home Comfort Österreich aus. Helmut Weinwurm ist ein erfahrener Manager der Bosch-Gruppe, für die er seit 1997 in verschiedenen Führungspositionen aktiv ist. Seine internationale Erfahrung umfasst leitende Funktionen in Kroatien, Tschechien und Österreich. Er absolvierte seine Ausbildung am Kolleg für Maschinenbau in Wien und studierte anschließend an der Fachhochschule für Internationale Wirtschaftsbeziehungen in Eisenstadt.

 

Redaktion: Elina Christmann | Praktikantin

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