Im März 2026 lag der Verbraucherpreisindex (VPI 2025) laut Statistik Austria bei 102,6 Punkten. Die Preise waren damit im Schnitt um 3,2 % höher als ein Jahr zuvor. Im Vergleich zum Vormonat Februar 2026 stieg das durchschnittliche Preisniveau in Österreich um 1,2 %.
„Im März 2026 stieg die Teuerung auf 3,2 % und war damit um 0,1 Prozentpunkte höher als in der Schnellschätzung Ende März erwartet. Im Februar hatte die Inflation noch 2,2 % betragen. Der Anstieg um einen ganzen Prozentpunkt gegenüber dem Vormonat ist nahezu vollständig auf die stark gestiegenen Treibstoff- und Heizölpreise zurückzuführen. Wichtigster Inflationstreiber blieben jedoch die überdurchschnittlich gestiegenen Preise für Dienstleistungen. Der Preisdruck bei Nahrungsmitteln ließ im März hingegen etwas nach“, so Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria.
Ohne Preisentwicklungen bei Treibstoffen und Heizöl läge die Inflation bei 2,3 %
Die Preise für Verkehr stiegen im März durchschnittlich um 6,4 % (Einfluss: +0,87 Prozentpunkte) und damit viel stärker als im Februar (+0,8 %; Einfluss: +0,12 Prozentpunkte). Sie erwiesen sich damit als bedeutendster Treiber der Inflation im Jahresvergleich. Ausschlaggebend dafür war der dynamische Anstieg der Treib stoffpreise um 17,5 % (Einfluss: +0,50 Prozentpunkte), die im Februar noch um 5,1 % zurückgegangen waren (Einfluss: −0,19 Prozentpunkte). Außerdem legten die Preise für Flugtickets mit +7,9 % (Einfluss: +0,02 Prozentpunkte) viel deutlicher zu als im Februar (+0,8 %, Einfluss: −0,03 Prozentpunkte). Gebrauchte Kraftwagen kosteten etwas mehr als zuletzt (+5,0 %, Einfluss: +0,08 Prozentpunkte; Februar: +3,4 %, Einfluss: +0,06 Prozentpunkte). Für neue Pkw zahlte man um 1,3 % mehr (Februar: +0,7 %). Bei Reparaturen privater Verkehrsmittel hingegen verminderte sich der Preisdruck (+4,2 %, Einfluss: +0,08 Prozentpunkte; Februar: +4,7 %, Einfluss: +0,09 Prozentpunkte).
Die Teuerung für Gastronomie- und Beherbergungsdienstleistungen lag im März durchschnittlich bei 5,1 % und blieb somit gleich hoch wie im Vormonat (Einfluss März und Februar: +0,65 Prozentpunkte). Die Preise für Gastronomiedienstleistungen stiegen um 5,2 % (Einfluss: +0,56 Prozentpunkte), etwas weniger stark als im Februar (+5,4 %; Einfluss: +0,59 Prozentpunkte). Beherbergungsdienstleistungen hingegen verteuerten sich mit +5,5 % (Einfluss: +0,09 Prozentpunkte) deutlicher als im Februar (+3,2 %; Einfluss: +0,06 Prozentpunkte). Die Preise für Beherbergungs- und Reisedienstleistungen konnten im Vorjahresvergleich auch des halb höher ausfallen, weil die Osterferien heuer bereits im März begonnen haben.
Die Preise für Wohnung, Wasser, Strom sowie Gas und andere Brennstoffe stiegen durchschnittlich um 2,7 % (Einfluss: +0,56 Prozentpunkte), merklich stärker als im Februar (+1,5 %; Einfluss: +0,31 Prozentpunkte). Hauptverantwortlich dafür waren die Preise für Haushaltsenergie, die um 0,3 % stiegen (Einfluss: +0,01 Prozentpunkte), nachdem sie sich im Februar noch um 3,3 % verbilligt hatten (Einfluss: −0,20 Pro zentpunkte). Dazu trug vor allem eine starke Teuerung von Heizöl bei (+38,2 %; Einfluss: +0,14 Prozentpunkte), die auf eine merkliche Verbilligung im Februar folgte (−7,2 %, Einfluss: −0,04 Prozentpunkte). Auch bei Gas drehten sich die Preise ins Plus, jedoch viel weniger dynamisch (+2,0 %, Einfluss: +0,02 Prozent punkte; Februar: −1,0 %, Einfluss: −0,02 Prozentpunkte). Die Preise für feste Brennstoffe stiegen etwas stärker als zuletzt (+8,6 %; Februar: +7,5 %). Strom hingegen verbilligte sich etwas kräftiger (−8,3 %, Einfluss: −0,22 Prozentpunkte; Februar: −7,6 %, Einfluss: −0,20 Prozentpunkte), wobei insbesondere die ab Jänner 2026 wirksamen Reduzierungen der Elektrizitätsabgabe sowie des Erneuerbaren-Förderbeitrags weiterhin preisdämpfend wirkten. Bei der Fernwärme nahm der Preisdruck etwas ab (+2,4 %; Februar: +2,7 %).
Die Mieten (inkl. Neuvermietungen) stiegen um 4,6 % (Einfluss: +0,25 Prozentpunkte), geringfügig stärker als im Februar (+4,5 %; Einfluss: +0,24 Prozentpunkte). Auch die Instandhaltung von Wohnungen kostete mit +2,6 % (Einfluss: +0,17 Prozentpunkte) nur wenig mehr als im Februar (+2,4 %; Einfluss: +0,16 Prozentpunkte).
Der Preisanstieg für Freizeit, Sport und Kultur lag durchschnittlich bei 3,2 % (Einfluss: +0,28 Prozentpunkte) und damit merklich höher als im Februar (+2,2 %; Einfluss: +0,20 Prozentpunkte). Dazu trugen vor allem Pauschalreisen bei, deren Preise um 8,1 % zulegten (Einfluss: +0,12 Prozentpunkte), deutlich kräftiger als im Februar (+3,2 % Einfluss: +0,02 Prozentpunkte). Freizeitdienstleistungen hingegen wiesen mit +2,8 % (Einfluss: +0,07 Prozentpunkte) eine geringere Teuerung auf als im Februar (+3,2 %; Einfluss: +0,08 Prozentpunkte).
Die Teuerung für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke fiel mit durchschnittlich +2,3 % (Einfluss: +0,27 Prozentpunkte) etwas weniger kräftig aus als im Februar (+2,4 %; Einfluss: +0,29 Prozentpunkte). Hauptverantwortlich dafür waren Nahrungsmittel, deren Preise mit +2,2 % (Einfluss: +0,23 Prozentpunkte) weniger stark angehoben wurden als im Februar (+2,4 %; Einfluss: +0,25 Prozentpunkte). Dazu trug insbesondere die Preisentwicklung von Gemüse bei (−0,6 %, Einfluss: −0,02 Prozentpunkte; Februar: +2,0 %, Einfluss: +0,02 Prozentpunkte). Die Preise für Fleisch stiegen um 4,7 % (Einfluss: +0,11 Prozentpunkte). Für Milch und Eier musste um 3,7 % (Einfluss: +0,06 Prozentpunkte) mehr bezahlt werden und für Obst um 4,6 %. Getreide und Getreideerzeugnisse verteuerten sich um 1,8 %. Speisefette und -öle hingegen erwiesen sich mit −14,3 % nach wie vor als Preisdämpfer. Alkoholfreie Getränke verteuerten sich durchschnittlich um 2,9 % (Einfluss: +0,04 Prozentpunkte), weniger kräftig als im Februar (+3,3 %, Einfluss: +0,05 Prozentpunkte). Ausschlaggebend dafür blieb die Preisentwicklung von Kaffee und Kaffeemitteln (+9,6%, Einfluss: +0,05 Prozentpunkte; Februar: +11,6 %, Einfluss: +0,06 Prozentpunkte).
Preisniveau von Februar 2026 auf März 2026 im Schnitt um 1,2 % gestiegen
Als Hauptpreistreiber im Vergleich zum Vormonat Februar 2026 erwiesen sich Preisanstiege für Treibstoffe (durchschnittlich +19,9 %; Einfluss: +0,57 Prozentpunkte). Hauptpreisdämpfer im Vergleich zum Vormonat waren Beherbergungsdienstleistungen (durchschnittlich −3,7 %; Einfluss: −0,07 Prozentpunkte).
Teuerung laut harmonisiertem Verbraucherpreisindex im März 2026 bei 3,1 %
Der Indexstand des auf europäischer Ebene harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI 2025) lag im März 2026 bei 102,59 (Februar 2026: revidiert 101,45). Die harmonisierte Inflationsrate betrug 3,1 % (Februar 2026: 2,3 %) und war damit etwas geringer als jene des Verbraucherpreisindex (VPI). Preisanstiege für Instandhaltungen von Wohnungen sowie für Versicherungen (jeweils geringere Gewichtungsanteile im HVPI als im VPI) dämpften den HVPI gegenüber dem VPI. Teuerungen für Flugtickets hingegen (jeweils größere Gewichtungsanteile im HVPI als im VPI) erhöhten den HVPI gegenüber dem VPI.
Teuerung beim täglichen Einkauf niedriger, beim wöchentlichen höher als die Gesamtinflation
Das Preisniveau des Mikrowarenkorbs, der den täglichen Einkauf widerspiegelt und überwiegend Nahrungsmittel, aber auch Tageszeitungen oder den Kaffee im Kaffeehaus enthält, stieg im Februar im Jahres abstand um 0,4 %. Das Preisniveau des Miniwarenkorbs, der einen wöchentlichen Einkauf abbildet und neben Nahrungsmitteln und Dienstleistungen auch Treibstoffe enthält, stieg im Jahresvergleich um 4,5 %.