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2024 erneut weniger offene Stellen

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15,8 Prozent weniger Jobs als 2023 ausgeschrieben

KIBild: Personen befinden sich auf Zahnrädern und symbolisieren Arbeitsprozesse
(c) AdobeStock

Für 2024 meldeten österreichische Unternehmen im Jahresschnitt 173 800 offene Stellen. Das sind laut Statistik Austria etwa 32 600 bzw. 15,8 Prozent weniger als noch 2023.

 

„Die lange Rezession macht sich auch am Stellenmarkt bemerkbar. 2024 hat sich die Zahl der offenen Stellen das zweite Jahr in Folge verringert. Im Jahresdurchschnitt waren 173 800 Arbeitsstellen in Österreich unbesetzt, das sind um 32 600 weniger als im Jahr davor und um 56 600 weniger als im Jahr 2022. Dennoch stellt die Zahl der offenen Stellen 2024 den dritthöchsten je gemessenen Wert dar. Der Fach- und Arbeitskräftemangel bleibt ein Engpassfaktor der österreichischen Wirtschaft. Dass Arbeitskräfte fehlen, zeigt auch die Offene-Stellen-Quote, diese lag im Jahresschnitt bei 4,0 Prozent. Die mit Abstand meisten Arbeitskräfte wurden 2024 im Handel und Dienstleistungsbereich gesucht, 57,5 Prozent aller ausgeschriebenen Stellen wurden dort gemeldetʺ, so Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.

 

Wie auch in den Jahren davor wurden mit 100 000 offenen Stellen im Jahr 2024 die meisten Vakanzen im Handel und Dienstleistungsbereich gemeldet, im produzierenden Bereich waren es 40 600. Damit zeigt sich in beiden Bereichen ein deutlicher Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (−18,4 Prozent bzw. −18,1 Prozent). Vergleichsweise stabil ist die Anzahl der offenen Stellen im öffentlichen und sozialen Bereich. In diesem Jahr gab es durchschnittlich 33 200 vakante Stellen, während es 2023 noch 34 200 waren (−3,1 Prozent).

 

Kontinuierlicher Rückgang im Jahresverlauf
Im Jahresverlauf 2024 gingen die offenen Stellen kontinuierlich zurück. Wurden im 1. Quartal noch 196 400 vakante Stellen gemeldet, sank die Anzahl der offenen Stellen über das 2. (174 700) und 3. Quartal (167 800) und erreichte im 4. Quartal mit 156 300 den Jahrestiefpunkt. Die Offene-Stellen-Quote, sprich der Anteil der offenen Stellen an allen verfügbaren Stellen, lag im 4. Quartal 2024 bei 3,6 Prozent. Das sind um 0,2 Prozentpunkte weniger als im Vorquartal und um 0,9 Prozentpunkte weniger als im 1. Quartal des Jahres.

 

Mehrheitlich Vollzeitstellen ausgeschrieben; mehr als ein Fünftel mit Gehalt von 3 100 Euro oder mehr
Wie auch im Jahr 2023 waren etwa vier von fünf offenen Stellen als Vollzeitstellen ausgeschrieben. Eine merkliche Steigerung gab es beim voraussichtlichen Bruttogehalt. Während im Vorjahr nur 15,6 Prozent der vakanten Stellen mit 3 100 Euro oder mehr dotiert waren, waren es 2024 schon 21,7 Prozent.

 

Für die Mehrheit der vakanten Stellen (41,6 Prozent) war laut meldenden Unternehmen ein Pflichtschulabschluss ausreichend, für 29,4 Prozent war ein Lehrabschluss gewünscht. Eine abgeschlossene Matura wurde für 11,1 Prozent der offenen Stellen gefordert, ein darüber hinausgehender Abschluss für 11,5 Prozent der Stellen.

 

Aufgeteilt nach Berufsgruppen waren am häufigsten Stellen in Dienstleistungsberufen und im Verkauf (23,9 Prozent) vakant, gefolgt von Handwerks- und verwandten Berufen (17,8 Prozent) sowie Techniker:innen und gleichrangige nichttechnische Berufe (16,9 Prozent).

 

Die Suchdauer ging im Vergleich zum Vorjahr etwas zurück. 17 Prozent der Stellen waren seit weniger als einem Monat ausgeschrieben, 25,4 Prozent seit bis zu drei Monaten. Bei 28,2 Prozent der Stellen dauerte die Suche länger als drei Monate und 29 Prozent der Stellen waren dauerhaft ausgeschrieben.

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