Haushalte in Österreich sparten laut vorläufiger Daten von Statistik Austria im Jahr 2025 9,9 % ihres verfügbaren Einkommens. Der reale private Konsum stieg im Vergleich zu 2024 mit +0,5 % nur moderat, das preisbereinigte verfügbare Einkommen sank – nach einem deutlichen Anstieg im Vorjahr – um 1,6 %.
„Im Jahr 2025 haben Haushalte in Österreich einen geringeren Anteil ihres verfügbaren Einkommens zur Seite gelegt als 2024. Die Sparquote lag bei 9,9 % und näherte sich damit wieder dem Niveau der Jahre 2023 (8,6 %) und 2022 (9,1 %) an. 2024 hatten Haushalte 11,7 % ihres verfügbaren Einkommens gespart. Die niedrigere Sparquote 2025 ist vor allem darauf zurückzuführen, dass privaten Haushalten - unter Berücksichtigung der Inflation - um 1,6 % weniger Einkommen zur Verfügung stand als 2024 und der private Konsum mit einem realen Plus von 0,5 % moderat gewachsen ist“, so Statistik Austria-Generaldirektorin Manuela Lenk.
Verfügbares Einkommen österreichischer Haushalte 2025 real gesunken
Als Sparen wird im Wesentlichen jener Teil des verfügbaren Einkommens verstanden, der nicht für den Konsum verwendet wird. Private Haushalte und private Organisationen ohne Erwerbszweck hatten 2025 ein verfügbares Einkommen von 292,9 Mrd. Euro (2024: 289,6 Mrd. Euro). Einem nominellen Anstieg des verfügbaren Einkommens um 1,1 % stand eine spürbare Inflation (Konsumdeflator: 2,7 %) gegenüber.
Unter den wichtigsten Einkommenskategorien nahm das Arbeitnehmer:innenentgelt nominell um 3,7 % zu. Die monetären Sozialleistungen stiegen um 5,9 %, die sonstigen Transfers sanken aber insbesondere wegen des Entfalls des Klimabonus deutlich (−7,8 %). Nominell rückläufig war auch die etwas volatilere Kategorie Selbständigeneinkommen, Betriebsüberschuss und Vermögenseinkommen (−3,7 %).
Auf der Ausgabenseite stiegen die von privaten Haushalten entrichteten Steuern vom Einkommen (+4,9 %) sowie die Sozialbeiträge (+5,0 %) merklich an, der Konsum wuchs nominell um 3,2 %.
Inflationsbereinigt bedeutet das einen moderaten Zuwachs des realen Konsums um 0,5 % (nach 1,0 % im Jahr davor), während das reale verfügbare Einkommen nach einem deutlichen Anstieg im Vorjahr (+4,4 %) um 1,6 % sank.