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Innovationstätigkeit von Unternehmen in Österreich wieder auf Vor-Corona-Niveau

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Zwischen 2022 und 2024 setzten 60 % der Unternehmen Innovationen

Mann sitzt am Laptop und vor ihm sind eine leuchtende Glühbirne sowie ein digitales Diagramm mit steigenden Balken und Trendlinie als Visualisierung für Wachstum und Innovation.
(c) Adobe Stock

Rund 60 % der österreichischen Unternehmen gaben laut Statistik Austria im Jahr 2024 an, in den 3 Jahren vor der Befragung Innovationsaktivitäten gesetzt zu haben. Im Vergleich zur Innovationserhebung 2022 (57 %) ist der Anteil innovationsaktiver Unternehmen in Österreich damit um 3,2 Prozentpunkte gestiegen. 32 % aller Unter nehmen brachten neue oder verbesserte Produkte und/oder Dienstleistungen auf den Markt, 51 % implementierten neue Prozesse.

 

„In den Jahren 2022 bis 2024 ist die Innovationsaktivität österreichischer Unternehmen im Vergleich zum Zeitraum 2020 bis 2022 um 3,2 Prozentpunkte auf knapp 60 % gestiegen. Damit erreichten die Unternehmen wieder das Niveau der Vor-Corona-Jahre 2018 bis 2020. Auch der mit Innovationen erzielte Umsatzanteil wuchs − von 10,1 % 2022 auf 11,3 % im Jahr 2024“, so Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria.

 

Mehr neue oder verbesserte Produkte auf den Markt gebracht, mehr neue Prozesse eingeführt

 

Der Anstieg der Innovationsaktivitäten bewegte sich innerhalb der einzelnen Innovationsarten auf einem vergleichbaren Niveau. So stieg der Anteil der Produktinnovator:innen, also der Unternehmen, die neue Waren oder Dienstleistungen auf den Markt brachten, von 29,5 % auf 31,5 % und damit um 2 Prozent punkte. 51,0 % der Unternehmen gaben 2024 an, innerhalb der 3 Jahre vor der Befragung neue Geschäftsprozesse eingeführt zu haben. Das entspricht einer Steigerung von 2,7 Prozentpunkten im Vergleich zur Innovationserhebung 2022 (siehe Tabelle 1). 19,4 % aller Unternehmen führten eine Marktneuheit ein, was einer Zunahme von 1,5 Prozentpunkten entspricht.

 

Auch der Umsatzanteil, der 2024 mit den in den 3 vorangegangenen Jahren eingeführten Innovationen er zielt wurde, stieg wieder etwas an. 2022 lag er bei 10,1 %, 2024 bei 11,3 % (siehe Tabelle 2).

 

Insgesamt führten Unternehmen häufiger neue oder verbesserte Waren ein (25,9 %) als neue oder verbesserte Dienstleistungen (19,2 %). Unter den Geschäftsprozessinnovationen waren neue oder verbesserte Verfahren der Informationsverarbeitung oder Kommunikation die am häufigsten genannte Innovation (32,6 %). Gering angestiegen ist der Anteil der Unternehmen mit Innovationskooperationen: 20,6 % aller Unternehmen arbeiteten im Zeitraum von 2022 bis 2024 bei ihren Innovationen mit Dritten zusammen. Zwischen 2020 und 2022 waren es mit 19,8 % etwas weniger.

 

Die Innovationsausgaben insgesamt stiegen von 2022 auf 2024 von 11,9 Mrd. Euro auf 13,6 Mrd. Euro an. Zeitgleich wuchs auch der Anteil dieser Innovationsausgaben am gesamten Umsatz von 1,9 % auf 2,2 % und erreichte damit wieder annähernd das Niveau vor der Covid-Pandemie (siehe Tabelle 2). Fast 90 % der In novationsausgaben entfielen dabei auf Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E).

 

Unternehmen in der Sachgüterproduktion und große Unternehmen sind innovativer

 

Unternehmen des Sektors Herstellung von Waren, also der Sachgüterproduktion, sind etwas öfter innovationsaktiv als Dienstleistungsunternehmen. 63,3 % der Sachgüterproduzent:innen setzten zwischen 2022 und 2024 Innovationstätigkeiten, unter den Dienstleister:innen waren es 58,0 %.

 

Der Anteil an innovativen Unternehmen steigt auch mit der Unternehmensgröße. Während 88,0 % der Unternehmen ab 250 Beschäftigten innovationsaktiv waren, lag dieser Anteil bei den mittelgroßen Unternehmen (50 bis 249 Beschäftigte) bei 74,8 % und bei kleinen Unternehmen (10 bis 49 Beschäftigte) mit 54,5 % deutlich darunter.

 

Bund ist wichtigster Akteur für Innovationsförderung

 

30,2 % aller Unternehmen erhielten zwischen 2022 und 2024 öffentliche Förderung, entweder von Bund, den Ländern, den Gemeinden oder der EU. Mehr als die Hälfte davon – 17,5 % aller Unternehmen – setzte sie für Innovationstätigkeiten ein. Der Bund war dabei der wichtigste Akteur für Innovationsförderung: 14,2 % der Unternehmen erhielten von ihm eine Förderung für Innovationen.

 

Öko-Innovationen werden positiv bewertet

 

Rund 72 % aller Innovator:innen gaben an, dass mit zumindest einer Innovation eine positive Auswirkung auf die Umwelt einherging. 48,5 % aller Innovator:innen schätzten sogar, dass die durch Innovation bedingte positive Auswirkung auf die Umwelt von bedeutendem Ausmaß gewesen wäre, während 23,3 % diese nur als unbedeutend einschätzten. 

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