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Exporte im Februar 2024 weiter gestiegen

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Exporte um 4,5 Prozent gestiegen, Importe um 10,2 Prozent zurückgegangen

Containerhafen Kran hebt Container an
(c) AdobeStock

Im Februar 2024 stieg der Wert der Exporte laut vorläufiger Ergebnisse von Statistik Austria im Vergleich zu Februar 2023 um 4,5 Prozent auf 16,65 Mrd. Euro. Gleichzeitig sank der Importwert von Waren um 10,2 Prozent auf 15,47 Mrd. Euro. Daraus ergab sich ein Handelsbilanzaktivum von 1,18 Mrd. Euro.

„Im Februar 2024 hat der Wert der österreichischen Exporte den der Importe den dritten Monat in Folge übertroffen. Der Anstieg der Ausfuhren um 4,5 Prozent ging dabei in erster Linie auf die gestiegenen Exportwerte von chemischen Erzeugnissen zurück, wobei sich insbesondere der Exportwert von medizinischen und pharmazeutischen Erzeugnissen mehr als verdoppelt hat. Auch für den im Vergleich zum Februar des Vorjahres um mehr als 10 Prozent gesunkenen Importwert war zu einem großen Teil der Rückgang bei chemischen Erzeugnissen verantwortlich“, so Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.

Aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union importierte Österreich im Februar 2024 Waren im Wert von 10,47 Mrd. Euro, während Waren im Wert von 11,11 Mrd. Euro in diese Länder exportiert wurden. Gegenüber Februar 2023 gingen die Intra-EU-Importe deutlich zurück (−7,2 Prozent), die Intra-EU-Exporte stiegen hingegen geringfügig an (+0,2 Prozent). Dies führte zu einer positiven Handelsbilanz mit den Mitgliedstaaten der Europäischen Union in Höhe von 0,64 Mrd. Euro.

Die Importe aus Drittstaaten beliefen sich im Februar 2024 auf 5,00 Mrd. Euro und gingen im Vergleich zum Februar 2023 um 15,9 Prozent zurück; die Extra-EU-Exporte stiegen zweistellig um 14,5 Prozent auf 5,54 Mrd. Euro an. Das daraus entstandene Aktivum der Handelsbilanz mit Drittstaaten lag bei 0,54 Mrd. Euro (siehe Tabelle 1).

Die vier bedeutendsten Produktgruppen im österreichischen Außenhandel – Maschinen und Fahrzeuge, bearbeitete Waren, chemische Erzeugnisse und sonstige Fertigwaren – verzeichneten zusammen ein Exportplus von 5,2 Prozent auf 13,92 Mrd. Euro. Mit chemischen Erzeugnissen (+45,3 Prozent; +0,90 Mrd. Euro) wurde die größte absolute Exportzunahme erzielt, wobei die Untergruppe medizinische und pharmazeutische Erzeugnisse hier besonders stark zunahm (+113,6 Prozent; +0,95 Mrd. Euro). Darauf folgte die Gruppe Maschinen und Fahrzeuge (+1,0 Prozent; +0,06 Mrd. Euro). Die höchsten absoluten Rückgänge im Export gab es bei bearbeiteten Waren (−4,4 Prozent; −0,15 Mrd. Euro), gefolgt von sonstigen Fertigwaren (−7,7 Prozent; −0,13 Mrd. Euro).

Bei den Importen gab es bei den bedeutendsten Produktgruppen Abnahmen, mit Ausnahme von sonstigen Fertigwaren (+0,9 Prozent; +0,02 Mrd. Euro). Das ergab insgesamt einen Rückgang von 8,0 Prozent auf 12,19 Mrd. Euro. Ausschlaggebend dafür waren hier vor allem chemische Erzeugnisse (−18,0 Prozent; −0,47 Mrd. Euro) sowie bearbeitete Waren (−11,7 Prozent; −0,31 Mrd. Euro). Außerhalb der vier bedeutendsten Produktgruppen verzeichneten Brennstoffe und Energie die stärksten absoluten Rückgänge im Import (−31,9 Prozent; −0,54 Mrd. Euro). Vor allem der Importwert der Untergruppe Gas brach um 53,4 Prozent ein, die importierte Menge sank hingegen nur um 21,3 Prozent. Bei Erdöl und Erdölerzeugnissen ging der Einfuhrwert um 8,0 Prozent zurück, die Importmenge um 5,4 Prozent.

Jänner und Februar 2024: Einfuhren um 13,0 Prozent gesunken, Ausfuhren um 3,1 Prozent gestiegen
Im Zeitraum Jänner und Februar 2024 lag der Gesamtwert der Einfuhren von Waren laut vorläufiger Ergebnisse bei 30,37 Mrd. Euro, der Wert der ausgeführten Waren belief sich auf 32,63 Mrd. Euro. Entsprechend sanken die Einfuhren im Vergleichszeitraum um 13,0 Prozent, während die Ausfuhren um 3,1 Prozent stiegen. Das Aktivum der Handelsbilanz stieg auf 2,26 Mrd. Euro, nach einem Passivum von 3,28 Mrd. Euro im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Im Jänner und Februar 2024 gab es im Handel mit den zehn wichtigsten Importpartnern, bis auf Frankreich (+0,5 Prozent), Abnahmen bei den Importen. Neben dem Rückgang bei Deutschland, Österreichs bedeutendstem Handelspartner (−11,2 Prozent), gab es vorwiegend Abnahmen im Handel mit der Schweiz (−34,1 Prozent), China (−15,3 Prozent) und den Vereinigten Staaten (−18,6 Prozent). Im Handel mit den zehn bedeutendsten Exportpartnern, gab es, mit Ausnahme von Deutschland (−5,4 Prozent), Italien (−3,5 Prozent), Ungarn (−4,6 Prozent) und Tschechien (−5,2 Prozent), durchgängig Zunahmen bei den Ausfuhren. Insbesondere der Export in die Vereinigten Staaten (+28,9 Prozent), in das Vereinigte Königreich (+59,4 Prozent) und nach Frankreich (+22,9 Prozent) ist gewachsen.

Aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union importierte Österreich von Jänner bis Februar 2024 Waren im Wert von 20,30 Mrd. Euro (−7,3 Prozent). Der Wert der in die EU-Länder exportierten Waren verzeichnete mit −1,7 Prozent einen leichten Rückgang gegenüber der Vorjahresperiode und betrug 21,70 Mrd. Euro. Das Handelsbilanzaktivum mit der Europäischen Union belief sich auf 1,40 Mrd. Euro, nach einem Überschuss von 0,20 Mrd. Euro im Zeitraum Jänner bis Februar 2023.

Der Außenhandel mit Drittstaaten zeigte im Vergleich zur Vorjahresperiode eine Abnahme bei den Importen (−22,7 Prozent auf 10,07 Mrd. Euro) und eine Zunahme bei den Exporten (+14,3 Prozent auf 10,93 Mrd. Euro). Daraus ergab sich ein Handelsbilanzüberschuss mit Drittstaaten von 0,86 Mrd. Euro (siehe Tabelle 2).

Im Zeitraum Jänner bis Februar 2024 sanken die Importe aus der Ukraine gegenüber dem Vergleichszeitraum vor Kriegsbeginn (Jänner und Februar 2021) um 6,1 Prozent auf 0,17 Mrd. Euro. Die wichtigsten Importprodukte waren weiterhin Erze und Metallabfall. Exportseitig wurde eine mäßige Zunahme um 3,8 Prozent auf 0,10 Mrd. Euro verzeichnet, mit medizinischen und pharmazeutischen Erzeugnissen als wichtigster Produktgruppe.

Der Handel mit der Russischen Föderation wies importseitig eine wertmäßige Abnahme gegenüber der Vergleichsperiode 2021 vor Beginn des Krieges mit der Ukraine auf (−8,2 Prozent auf 0,43 Mrd. Euro), wobei Gas das wichtigste Importgut war. Bei den Exporten kam es zu einer signifikanten Abnahme von 45,2 Prozent auf 0,16 Mrd. Euro. Die wichtigsten Produkte im Export waren im Jänner und Februar 2024 medizinische und pharmazeutische Erzeugnisse.

Mit einem Importanteil von 7,8 Prozent (2,37 Mrd. Euro) und einem Exportanteil von 2,7 Prozent (0,86 Mrd. Euro) befand sich die Volksrepublik China im Zeitraum Jänner und Februar 2024 – wie auch in den Vorjahren – unter den wichtigsten Handelspartnern Österreichs. Im Import nahm die Volksrepublik den zweiten Rang nach Deutschland ein, im Export an zehnter Stelle. Im Import kam es mit −15,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 2023 zu einer mäßigen Abnahme. Der Export zeigte hingegen einen deutlichen Zuwachs von 31,0 Prozent. Dadurch entstand das bei weitem höchste Handelsbilanzdefizit mit einem Handelspartner (−1,51 Mrd. Euro). Wichtigstes Handelsgut im Import war hierbei die Gruppe elektrische Maschinen und Geräte, wobei vor allem Produkte aus der Gruppe Arbeitsmaschinen exportiert wurden.

Der Handel mit Israel wies importseitig ein wertmäßiges Plus gegenüber der Vergleichsperiode 2023 auf (+74,5 Prozent auf 0,07 Mrd. Euro). Auf der Exportseite kam es hingegen zu einer Abnahme von 18,1 Prozent auf 0,08 Mrd. Euro. Die wichtigsten Produkte im Import waren im Zeitraum Jänner bis Februar 2024 Erdöl und Erdölerzeugnisse, im Export waren es medizinische und pharmazeutische Erzeugnisse.

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