Im 4. Quartal 2023 steigerten die österreichischen Dienstleistungsunternehmen ihre Umsätze laut Statistik Austria nominell um 2,8 Prozent. Der Handel hingegen setzte nominell um 2,5 Prozent weniger um als im 4. Quartal 2022. Inflationsbereinigt (real) entspricht dies einem Minus von 3,2 Prozent.
„Im 4. Quartal 2023 erwirtschaftete der Dienstleistungssektor in Österreich um 2,8 Prozent mehr Umsatz als zum Jahresende 2022. Diese positive Entwicklung geht ganz wesentlich auf den Tourismus zurück. Die Umsätze in Beherbergung und Gastronomie legten im Vergleich zum 4. Quartal des Vorjahres mit +7,5 Prozent deutlich zu, und die sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen steigerten ihren Umsatz um 4,5 Prozent – hier hat sich vor allem das Plus bei Reisebüros von mehr als einem Fünftel durchgesetzt. Auch das Umsatzwachstum der Dienstleistungsbranche insgesamt für 2023 um 5,3 Prozent verglichen mit 2022 war vor allem auf eine Steigerung von 13,9 Prozent in Beherbergung und Gastronomie zurückzuführen“, so Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.
Der Handel setzte nominell 2,5 Prozent weniger um als im 4. Quartal des Jahres 2022, preisbereinigt (real) ergab sich ein Minus von 3,2 Prozent. Der Einzelhandel verzeichnete dabei ein nominelles Umsatzplus von 0,6 Prozent, real gingen die Umsätze um 3,3 Prozent zurück (siehe Tabelle 2). Während der Lebensmitteleinzelhandel mit +5,3 Prozent nominell positiv bilanzierte, ergab sich ein reales Minus von 1,3 Prozent. Der Einzelhandel mit Nicht-Nahrungsmitteln verbuchte sowohl nominell mit −2,5 Prozent als auch real mit −5,6 Prozent ein Minus.
Die Beschäftigtenverhältnisse (kein Rückschluss auf Vollzeitäquivalente möglich) entwickelten sich im 4. Quartal 2023 im Dienstleistungsbereich konträr zum Handel: Bei den Dienstleistungsunternehmen war die Beschäftigung mit +0,1 Prozent höher als im 4. Quartal 2022, im Handel ergab sich mit −0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Minus.
Dienstleistungsunternehmen im Jahr 2023 mit Umsatzplus; Handel nominell leicht im Minus
Im Gesamtjahr 2023 erwirtschafteten die österreichischen Dienstleistungsunternehmen ein Umsatzplus von 5,3 Prozent im Vergleich zum Jahr 2022. Dieses Ergebnis ist vor allem auf den Umsatzzuwachs von 13,9 Prozent im Bereich Beherbergung und Gastronomie zurückzuführen (siehe Tabelle 3).
Der Handel wies im Jahr 2023 ein nominelles Umsatzminus von 0,8 Prozent auf; real ergibt dies ein Minus von 3,6 Prozent. Die größten Umsatzzuwächse im Handel verbuchte im Jahr 2023 der Kfz-Handel mit einem nominellen Umsatzplus von 11,7 Prozent und einem realen Plus von 4,5 Prozent. Positiv bilanzierte auch der Einzelhandel mit +2,9 Prozent im Umsatzvolumen; inflationsbereinigt ergibt dies allerdings ein Minus von 3,5 Prozent. Im Großhandel zeigte sich ein nominelles Umsatzminus von 5,5 Prozent bzw. ein reales Umsatzminus von 5,6 Prozent (siehe Tabelle 4).